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Streik legte Busse der Wupsi-Tochter HBB lahm

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BERGISCH GLADBACH / LEVERKUSEN. Völlig überraschend, so die Geschäftsführung, wurde am Montag Morgen seit 4 Uhr das Wupsi-Tochterunternehmen Herweg Busbetriebe GmbH & Co.KG auf den Betriebshöfen in Bergisch Gladbach und Leverkusen bestreikt. Durch den Streik, an dem sich etwa 80 Busfahrer beteiligten, fielen gestern alle Linienbusse der Herweg Busbetriebe (HBB) aus; die Reisebusse blieben vom Streik unberührt.

Da in den Morgenstunden auch Wupsi-Busfahrer von der Gewerkschaft ver.di an der pünktlichen Ausfahrt gehindert wurden, kam es im ganzen Liniennetz zu erheblichen Ausfällen und Verspätungen. Erst am Nachmittag verkehrten die Wupsi-eigenen Busse wieder planmäßig.

Hintergrund des Arbeitskampfes: Die Gewerkschaft will den Abschluss des Tarifvertrages Nahverkehr TV-N NW (Spartentarifvertrag) erzwingen. Die HBB-Geschäftsführung lehnt jedoch Tarifverhandlungen mit ver.di strikt ab, da das Unternehmenüber den Arbeitgeberverband des privaten Omnibusgewerbes einen bereits gültigen Tarifvertrag anwendet. Der von ver.di geforderte Tarifvertrag liege deutlich über dem Niveau der privaten Konkurrenz und würde damit die Wettbewerbsfähigkeit von HBB ernsthaft gefährden, so die Geschäftsführung. Zudem würde der ver-di-Tarifvertrag durch erheblich höhere Personalkostenzu einer Verteuerung des ÖPNV führen. Diese Entwicklung führe zwangsläufig zu einem Abbau des Leistungsangebotes und zum Verlust von Arbeitsplätzen. (eb)