Die Sozialistische Selbsthilfe Köln (SSK) e.V. hat gestern gegen den Verkauf des Hauses Salierring 41 demonstriert, in dem zahlreiche ihrer Mitglieder wohnen und einen Möbel- und Trödelmarkt betreiben. Schon lange hatte sich die SSK mit dem früheren Eigentümer um dieses und das Haus Salierring 37 gestritten. Der damalige Eigentümer beider Häuser hatte auch schon einen Räumungstitel für das Haus Nummer 41 erwirkt, weil er es veräußern wollte. Die SSK selbst zeigte sich bereit, das Haus zu erwerben, und wollte zu diesem Zweck eine sechsstellige Summe aufbringen. Vorgestern erhielt jedoch der Rechtsanwalt Stefan Gebauer den Zuschlag, der nach eigenen Worten mit etwa 700 000 Euro einen höheren Betrag geboten hatte. Noch in der Nacht erhielt ich Drohanrufe, berichtet Gebauer, was nach der Vertragsunterzeichnung geschah. Gestern dann demonstrierten Mitglieder und Freunde der SSK nicht nur vor dem Sozialamt in Kalk, sondern auch vor der Anwaltskanzlei am Hansaring. Weil er nach eigenen Worten an einer friedlichen Lösung des Konflikts interessiert ist, hat Gebauer angeboten, das Haus am Salierring 41 für drei bis fünf Jahre an die Stadt zu vermieten, die das Gebäude dann der SSK zur Verfügung stellen könnte. Die Stadt wollte sich gestern noch nicht zu dem Angebot äußern. Wir wollen aber in Gesprächen mit der SSK und dem Eigentümer eine Lösung finden, die beide Seiten zufrieden stellt, sagt Sozialamtsleiter Stephan Santelmann. (cid)
Streit um Haus am Salierring
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