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Tagesablauf eines Papstes

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Auch Päpste brauchen einen Wecker. „Der Wecker von Benedikt XVI. klingelt morgens ums sechs Uhr“, schreibt der Vatikanist Bruno Bartoloni in der Mailänder „Corriere della Sera“ über den Tagesablauf des Deutschen. Erster „Arbeitstermin“ ist um 7.30 Uhr die Messe in der päpstlichen Privatkapelle. Nach einem Frühstück all'Italiana (Kaffee, Brot, Marmelade) arbeitet Joseph Ratzinger „ein paar Stunden am Schreibtisch“. Zwischen 11 und 13 Uhr sind gewöhnlich Audienzen. Der Papst trifft Bischöfe, aber auch weltliche Persönlichkeiten. 13.30 Uhr steht in den Privatgemächern das Mittagessen auf dem Tisch, wieder italiensch mit Pasta. Häufig gibt es Fisch. Im Gegensatz zum Vorgänger hat Benedikt aber selten Gäste, außer seinem Privatsekretär Georg Gänswein. Danach ist „eine kurze Ruhepause im Sessel“ angesagt, zwischen 16 und 17 Uhr geht Ratzinger in den vatikanischen Gärten spazieren, eine Tradition, die er von Pius XII. (1939-1958) übernommen habe. Dann setzt sich der Kirchenführer an den Schreibtisch in den Privatgemächern, arbeitet Reden aus, bereitet Dokumente wie Enzykliken vor und trifft abermals Kardinäle und Bischöfe. Um 19.30 Uhr gibt es „ein leichtes Abendessen“, gefolgt von ein wenig Fernsehgucken gemeinsam mit „Don Georg“. 21.15 Uhr beschließt ein Abendgebet den „offiziellen päpstlichen Tag“. Selten ist vom Petersplatz nach 23 Uhr Licht in der Papstwohnung zu sehen. (dpa)