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Teil-Baustopp an A49-Baustelle gilt weiterhin

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Gießen/Stadtallendorf – Der nach dem Fund von Sprengstoffspuren verhängte Teil-Baustopp für den Lückenschluss der umstrittenen Autobahn 49 in Mittelhessen dauert an. „Der Baustopp gilt seit dem Aussprechen bis auf Weiteres, das heißt bis die altlastenfachlich relevanten Sachverhalte entsprechend aufgeklärt und die erforderlichen Maßnahmen umgesetzt wurden”, teilte ein Sprecher des zuständigen Regierungspräsidiums Gießen (RP) mit.

Die Behörde erwartet keine größeren Verzögerungen für die Baustelle insgesamt, da nur ein sehr kleiner Teil von der Anordnung betroffen sei. Es handele sich um eine Fläche von etwa 60 mal 200 Metern der mehr als 30 Kilometer langen Neubaustrecke, erläuterte eine Sprecherin der ausführenden Baugesellschaft. Die ruhenden Arbeiten an dieser Stelle wirkten sich „grundsätzlich” nicht auf den weiteren Bauverlauf aus.

Das RP hatten den Teil-Baustopp nach dem Fund von verdächtigen Spuren in ausgehobenem Erdreich an der A49-Baustelle bei Stadtallendorf Mitte Mai angeordnet. Analysen bestätigten der Behörde zufolge, dass es sich um den Sprengstoff Hexyl handelt. Stadtallendorf war früher ein Rüstungsstandort, wo Sprengstoffe produziert wurden.

Der Weiterbau der A49 ist umstritten. Im Herbst 2020 hatte es heftige Proteste von Umweltschützern gegeben. Für den Lückenschluss mussten Dutzende Hektar Wald gerodet werden, unter anderem im Dannenröder Forst.

© dpa-infocom, dpa:220606-99-561558/2 (dpa/lhe)