Teils Einigkeit beim Thema Raumfahrt im Landtag
Wiesbaden – Im hessischen Landtag haben Abgeordnete mehrerer Fraktionen grundsätzlich ein Engagement in der Raumfahrt befürwortet. Kritik gab es allerdings an den Konzepten der Landesregierung. Die SPD-Abgeordnete Elke Barth sagte am Mittwoch in Wiesbaden, ihre Fraktion unterstütze zwar die geplante stärkere Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft. Es fehlten aber teils konkrete Strategien, etwa zum Thema Weltraumschrott.
Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) erklärte, beim hessischen Engagement in der Raumfahrtforschung gehe es nicht um Prestige, sondern um gesellschaftlich wichtige Themen. Der Regierungschef nannte unter anderem die Sicherheit, Telekommunikation, Erdbeobachtung und den Katastrophenschutz. Mit der ersten hessischen Raumfahrtstrategie, die im April 2022 verabschiedet wurde, positioniere sich Hessen bei dieser Schlüsselwissenschaft.
Die Vorsitzende der Linksfraktion, Elisabeth Kula, mahnte, sich wieder mehr auf einen gemeinwohlorientierten und friedlichen Weg in der Raumfahrt zu verständigen. Das All dürfe nicht ökonomisch ausgebeutet werden. Der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion, Matthias Büger, forderte, die Rhein-Main-Region zu einem echten „Raumfahrt-Cluster” zu entwickeln.
Der wissenschaftspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Frank Grobe sagte, er könne kein Verständnis für Raumfahrtprojekte aufbringen. Angesichts der starken Inflation hätten die Menschen derzeit andere Probleme.
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