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Terror-DepotWaldarbeiter entdeckt mutmaßlichen Erdbunker der RAF

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RAF Depot

Polizisten untersuchen in einem Waldstück die in einem Erddepot der RAF sichergestellten Gegenstände.

Hannover – Spektakulärer Fund in Niedersachsen: Das mutmaßlich von der Rote Armee Fraktion (RAF) angelegte Erddepot bei Seevetal datiert nach erster Einschätzung der Polizei auf die frühen 1980er Jahre. Das sagte eine Sprecherin des niedersächsischen Landeskriminalamtes (LKA) in Hannover am Montag. „Erdbunker waren für die RAF nicht ungewöhnlich“, sagte sie.

In einem Waldstück südlich von Hamburg war am Freitag ein vergrabenes Kunststoff-Fass von Waldarbeitern entdeckt worden. Bei Baumschnittarbeiten stolperten sie zufällig darüber.

Fass enthielt Chemikalien und Anleitungen zum Bombenbau

Es enthielt Chemikalien sowie Anleitungen zum Bombenbau, wie die „Bild“-Zeitung am Montag berichtete. Das Waldgebiet um den Fundort herum wurde weiträumig nach weiteren Depots durchsucht.

Das LKA schloss in einer Mitteilung allgemein einen möglichen Bezug der Schriftstücke zur RAF nicht aus. Über die Ermittlungen zu dem Fund bei Seevetal werde es frühestens zum Ende der Woche neue Informationen geben, sagte die Sprecherin.

34 Morde gehen auf das Konto der RAF

Die linksterroristische RAF verbreitete von 1970 bis zur Selbstauflösung 1998 Angst und Schrecken in Deutschland. 34 Morde an Politikern, Wirtschaftsführern und ranghohen Beamten, wie Generalbundesanwalt Siegfried Buback und Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer, gehen auf ihr Konto.

Die Rote-Armee-Fraktion kämpfte mehr als 20 Jahre mit Gewalt gegen das angeblich „imperialistische System“ der Bundesrepublik. Die RAF verkündete im April 1998 nach 28 Jahren ihre Auflösung.

RAF_Fahndung 2

Die Bilder einer Überwachungskamera sollen din Ex-RAF-Mitglieder Burkhard Garweg (r.) und Ernst-Volker Staub zeigen, die am 7. Mai 2016 in Hildesheim vergeblich versuchen, einen Geldboten zu überfallen.

Immer wieder Überfallserien in Deutschland

Das zentrale Erdversteck der RAF mit Waffen, Geld und Hinweisen auf andere Depots wurde im Herbst 1982 in Heusenstamm bei Frankfurt entdeckt. Kurz darauf nahmen Fahnder zwei Terroristinnen an jenem Depot und einen Terroristen an einem Depot bei Hamburg fest.

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In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Überfallserien, die nach Erkenntnis der Fahnder auf das Konto von Ex-RAF-Terrorristen gehen. Nach Raubüberfällen in den Jahren 2016 und 2017 in Norddeutschland und auch zwei weitere Taten in Nordrhein-Westfalen standen immer wieder ehemalige Mitglieder unter Verdacht. (mbr/dpa)