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TierweiheKirchlicher Segen für Hund und Katz'

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Bedburg – Für Othello war es ein ganz besonderer Tag. Was einem Hund sonst verboten ist, nun war es sogar gewünscht: Tiere in der Kirche. Die kleine Lena (6) aus Kirchtroisdorf ist mit ihrem 14 Wochen alten Berner Sennenhund dem Ruf von Pfarrer Christian Hermanns gerne gefolgt, gut zwei Dutzend Gläubige taten es ihr gleich. Denn traditionell werden zum Fest des Heiligen Franziskus die tierischen Lieblinge in St. Lambertus gesegnet.

„Wir segnen Autos, Häuser, Schiffe. Und darum sollten wir auch Lebewesen segnen, die Mitgeschöpfe Gottes sind“, begründet Pfarrer Hermanns seine in der Region einzigartige Initiative. Den Namenstag von Franz von Assisi hat der Geistliche dabei bewusst gewählt: Der Heilige habe ein ganz besonderes Verhältnis zu Tieren gehabt. „Ihm wurde nachgesagt, dass er sogar mit Tieren sprechen kann“, erwähnte Hermanns in seiner kurzen Predigt.

Knapp hielt er diese schon allein aus Rücksicht auf die Tiere, fast allesamt Hunde, die in diesem Jahr jedoch ausgesprochen ruhig auf den Moment der Segnung warteten. Eigentlich hätte sie Othello ja gern taufen lassen, verriet Lena hinterher. „Wir Kinder werden ja auch getauft.“ Doch Mutter Juliane (32) machte ihrer Tochter klar, dass das nicht ginge - und schlug die Segnung als Kompromiss vor. Lena war glücklich.

Auch Susanne und Werner Pohl kommen jedes Jahr mit ihren beiden Dackeln Ronja und Felix eigens aus Kerpen-Brüggen nach Bedburg. „Wir sind gläubige Christen“, begründet die 63-Jährige ihre Anreise. Und geholfen habe der Segen von oben auch schon: Zwei Tage sei Ronja einmal weggewesen, dann habe man das Tier gesund und wohlbehalten wiedergefunden. „Damals ist sie von Gott beschützt worden.“