GUMMERSBACH – Der Maler und Grafiker Lothar Gambke ist tot. Wie erst jetzt bekannt wurde, starb der Künstler aus Liefenroth unerwartet am 25. Mai - wenige Wochen vor seinem 90. Geburtstag.
Gambkes Bilder finden sich in Sammlungen, Museen und öffentlichen Gebäuden im In- und Ausland. Als Lehrer am Gummersbacher Grotenbach-Gymnasium unterrichtete er Generationen von Schülern.
Im Jahre 1921 wurde Gambke in Berlin geboren. Er lernte Dekorationsmaler und erhielt an einer Berliner Werkkunstschule eine künstlerische Ausbildung. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging Gambke ins Ruhrgebiet, arbeitete als freier Maler und Grafiker. Den schwierigen Start meisterte der junge Mann mit trockenem Humor und Berliner Witz.
Als Gambke 1958 nach Schweden ging, entwickelte er sich weiter. Er ließ sich in Stockholm nieder und lernte Schwedisch. Gambke malte wie besessen, zeichnete, entwarf Holzschnitte, Mosaike und gestaltete eine Stockholmer U-Bahn-Station.
Nach seiner Rückkehr wurde Gambke Ende 1963 Kunstpädagoge. Der Unterricht am Grotenbach-Gymnasium war ihm eine Freude. Auch als Maler und Grafiker fand er in Oberberg eine neue Heimat. Sein Haus in Liefenroth wurde Treffpunkt vieler Kunstfreunde. Das von ihm gestaltete Schiefermosaik im Foyer des Gymnasiums wird ihn in Erinnerung halten. (r)