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Trend PedelecDarum ist das Elektro-Rad hip

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Es ist heute im Freizeitsport durchaus üblich, wenn ein Mountainbiker beim Bergauffahren  die motorisierte Unterstüzung nutzt.

Ob sportliches Mountainbike, schnittiges Rennrad oder schickes Citybike – was die Typen von Pedelecs angeht, bleibt kein Wunsch mehr offen. Die Zeiten, in denen die Elektrofahrräder größtenteils von Senioren gefahren wurden, sind definitiv vorbei. Mehr als zwei Millionen Pedelecs sind bisher bundesweit verkauft worden, meldete der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) kürzlich. Tendenz steigend. Die neue Vielfalt der Modelle können sich Kunden im Zweiradcenter Prumbaum in Dellbrück anschauen. 50 Prozent des Umsatzes macht Inhaber Jörg Prumbaum mittlerweile mit Elektrorädern. „Die Nachfrage ist extrem gestiegen“, sagt der Experte. Der Markt habe längst reagiert. „Es gibt kaum einen Hersteller, der kein E-Bike im Sortiment hat.“

Drei Typen

Das Pedelec (Pedal Electric Cycle) unterstützt den Fahrer mit einem Elektromotor mit durchschnittlich 250 Watt, während des Tretens und nur bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h. Wer schneller fahren will, ist auf die eigene Körperleistung angewiesen. Oder er legt sich einen schnelleren Typ zu: die S-Klasse. Diese Modelle funktionieren wie ein Pedelec, schalten aber die Motorunterstützung erst bei einer Geschwindigkeit von 45 km/h ab. Für die schnelle Klasse sind eine Einzelzulassung des Herstellers vom Kraftfahrtbundesamt sowie in Versicherungskennzeichen Pflicht. Der Fahrer muss mindestens 16 Jahre alt und im Besitz einer Fahrerlaubnis sein. Die dritte Kategorie – genannt E-Bike –  ist vergleichbar mit einem Elektromofa. Sie lässt sich per Knopfdruck durch den Elektromotor fahren – auch ohne dabei in die Pedale zu treten. Führerschein und eine Zulassung als Kleinkraftrad sind nötig. 

Verschiedene Zielgruppen

Drei Interessengruppen haben sich herauskristallisiert, beschreibt Prumbaum. Die Senioren, die sich ab einem gewissen Alter einfach ein bisschen motorisierte Unterstützung beim Radeln wünschen, bilden die erste Gruppe. „Hinzu kommen Pendler, die das Elektrofahrrad als Ersatzauto nutzen“, sagt er. „Bei staubelasteten Strecken kann es schneller sein, günstiger ist es definitiv.“ Viele Arbeitgeber gehen mit der Entwicklung und bieten mittlerweile Leasing-Modelle an, die das Pendeln mit dem Dienstrad durchaus attraktiv machten.

Unterstützung beim Sport

„Die dritte Gruppe unserer Kunden ist die sportlich Ambitionierte“, sagt Prumbaum. Es sei heute im Freizeitsport durchaus üblich, wenn ein Mountainbiker, beim Bergauffahren die motorisierte Unterstüzung nutzt, so der Experte „Es gibt viele, die im Gelände eben lieber bergab fahren, als bergauf. Wenn es steil wird, bietet der Elektromoter die gewünschte Unterstützung“, sagt Prumbaum. Dort spielt die gesellschaftliche Akzeptanz eine große Rolle. Wer früher in einer Gruppe Mountainbiker seinem Hobby nachging, der wurde schräg angeschaut, wenn er mit einem E-Bike angefahren kam. „Für viele, die beispielsweise Herz- oder Knieprobleme haben, ist es jedoch die einzige Möglichkeit, noch am Sport in der Gemeinschaft teilzunehmen“, sagt Prumbaum.

Erfahren Sie auf der nächsten Seite weitere Vorteile eines Pedelecs und Tipps zum Kauf.

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Eine Probefahrt wird vor dem Kauf dringend empfohlen, da die Räder doch sehr unterschiedlich sein können.

Erleichterung für Eltern

Mittlerweile entdecken zudem mehr und mehr Eltern das Pedelec für sich. Beim Transport ihrer Kinder auf dem Fahrradsitz oder im Anhänger ist die Unterstützung durch den Elektromotor eine willkommene Entlastung. Die Einkäufe lassen sich so ebenfalls fast ohne körperliche Anstrengung nach Hause bringen.

Hohe Reichweite

Die Mechanik spricht heute ebenfalls für das E-Bike. Motor und Akku sind hoch entwickelt. Etwa 80 bis 100 Kilometer Reichweite haben die Akkuladungen. Wer viel fährt, das heißt ein bis zwei Mal in der Woche den Stromspeicher auflädt, der muss erst nach vier bis fünf Jahren den Akku austauschen. Auch wenn es also in der Anschaffung fast so teuer ist wie ein kleiner Gebrauchtwagen oder ein Motorroller, hängt das Elektrofahrrad beide im Unterhalt definitiv ab. „Zudem müssen Pedelecfahrer keinen Führerschein machen und sie brauchen kein Versicherungskennzeichen“, gibt Prumbaum zu bedenken.

Eine echte Alternative zu Auto oder Mofa

Aus diesem Grund kommen immer mehr junge Leute zu ihm ins Geschäft, die sich vor ein paar Jahren vielleicht noch für ein Mofa entschieden hätten. „Vor allem wer ländlich wohnt und nicht mit Bus und Bahn zur Ausbildungsstelle oder dem Arbeitsplatz fahren möchte, für den sind Pedelecs eine lohnende Alternative“, sagt Jörg Prumbaum. Doch er warnt zugleich davor, Elektrofahrräder im Internet zu bestellen. „Eine Probefahrt muss einfach sein“, sagt er. Zu groß seien die Unterschiede in Fahrweise, Motorkraft und Bremswirkung. Zudem können die Fahrradtechniker im Fachhandel Einstellungen vornehmen, die das Radfahren immens erleichtern und den Akku dadurch langfristig schonen. Das sei bei einem Kauf über Onlinehändler nicht möglich, gibt er zu bedenken.

Tipps zum klugen Kauf von Pedelecs

1. Richtig investieren

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Experten empfehlen, in ein vernünftiges Pedelec mindestens 2000 Euro zu investieren. Modelle,  die preislich darunter liegen, können Mängel in Akku-Kapazität und Motorleistung aufweisen.

2. Auf die Bremsen achten

Wichtig sind standfeste Bremsen. Elektrofahrräder erzielen leicht ungewohnt hohe Geschwindigkeiten. Da ist, neben einer vorausschauenden Fahrweise, eine absolut zuverlässige Bremse unverzichtbar. Das Stoppen der Räder bei voller Geschwindigkeit auf freier Fläche üben, bevor es in den offenen Verkehr geht. 

3. Wartungskosten einplanen

Wie das Auto sollte das Pedelec regelmäßig zur Inspektion. Die Wartungs- und Unterhaltskosten sind aufgrund der elektronischen Komponenten, des Strombedarfs sowie des höheren Bremsverschleißes in der Regel etwas höher als beim Fahrrad. Beim Kauf darauf achten, dass der Akku mehrere Jahre als Ersatzteil verfügbar ist. Nach etwa fünf Jahren muss er in der Regel ausgetauscht werden.

4. Gut versichern

Wer sich ein teures Elektrofahrrad kauft, der möchte es auch mal vor dem Supermarkt anketten. Da macht eine spezielle E-Bike-Versicherung durchaus Sinn. Denn die Hausratsversicherung deckt Diebstahl und Schäden am Elektrofahrrad nur bedingt oder gar nicht ab.

5. Sicher abschließen

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Grzegorz Petrykowski/ iStock/ Thinkstock.de

Ein gutes Schloss sollte sich der Bestitzer eines Elektrofahrrads etwas kosten lassen. Günstige  Ketten und Bügelschlösser für unter 50 Euro bieten meist nicht den Schutz vor Langfingern, den es braucht, um das Rad ruhigen Gewissens draußen stehen zu lassen. Als weiteres Richtmaß gibt es vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) zertifizierte Schlösser. Diese sind mit dem Siegel „ADFC-empfohlene Qualität“ gesichert und haben nach Angaben des Vereins zahlreiche Tests und Prüfungen bestanden. 

6. Unbedingt Probefahren

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Eine Probefahrt wird vor dem Kauf dringend empfohlen, da die Räder doch sehr unterschiedlich sein können.

Bevor sich der künftige Pedelecbesitzer für ein Modell entscheidet, kann er beim Händler  verschiedene Typen austesten. Bei der Probefahrt auf eine angenehme Sitzposition sowie das  Verhalten der Bremsen und des Motors achten. Händler können Tipps geben, welches Modell  für welche Fahrweise am besten geeignet ist. Zudem nehmen sie Voreinstellungen für die  Topografie vor Ort vor.