FRECHEN. Als Brustkrebszentrum ist das St. Katharinen-Hospital schon seit geraumer Zeit offiziell zertifiziert und auch anerkannt. Das größte Krankenhaus im Rhein-Erft-Kreis widmet sich jetzt einem weiteren Schwerpunkt, den Magen- und Darmkrebserkrankungen. Am vergangenen Donnerstag wurde der Kooperationsvertrag zwischen dem Hospital und PIOH, der in Frechen ansässigen Praxis Internistischer Onkologie und Hämatologie unterzeichnet, der am 1. April in Kraft tritt.
Wichtig ist die
Versorgung vor Ort
Mit der Gründung des Tumorzentrums Rhein-Erft wollen wir gemeinsam den Patienten die Möglichkeit bieten, nach den neuesten Erkenntnissen der Medizin und auf hohem Niveau behandelt zu werden, so Privatdozent Dr. Roland Schnell, der PIOH zusammen mit seinen Kollegen Dr. Friedhelm Breuer und Dr. Holger Schulz an der Kölner Straße betreibt.
Darmkrebszentren sind gottlob nichts Besonderes mehr, allein in Köln wurden in der Vergangenheit bereits vier zertifiziert. Wichtig jedoch, so Privatdozent Dr. Johannes Zeeh, Chefarzt Innere Medizin sowie Gastroenterologie und Hepatologie am Frechener Hospital, ist es, die Strukturen nah am Patienten vorzuhalten, um lange Wege zu vermeiden.
Mit eingebunden in die Kooperation ist im Katharinen-Hospital auch die Abteilung Allgemein- und Visceralchirurgie, der Chefarzt Dr. Albert Ürlings vorsteht. Um effektiv und effizient arbeiten zu können, ist in den Zentren auch ein entsprechender Patienten-Durchlauf notwendig. Denn eine bestimmte Zahl von Operationen schreiben die Zertifizierungsbestimmungen sogar vor. Durch die ständige Beschäftigung mit der speziellen Materie kann die Qualität gehalten werden.
Mit Dr. Friedhelm Breuer hat man einen in Frechen bekannten Onkologen als Partner gewonnen. Er baute vor Jahren im St. Katharinen-Hospital die Onkologie auf, bevor er sich später selbstständig machte.
Die Zusammenarbeit von Onkologie, Innere Medizin und Chirurgie zeigt, dass die ehemals klaren Trennungen der einzelnen Fachbereiche der Vergangenheit angehören. Wir verbessern dadurch die interdisziplinäre Qualität unserer Arbeit, so Dr. Zeeh. Diese zeige sich auch bei der regelmäßigen Tumorkonferenz. An den Gesprächen nähmen alle Disziplinen teil, dann werde für jeden Patienten möglichst eine individuelle Behandlung festgelegt.