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Ulrich TimmerNeuer Chef der Landwirtschaftskammer

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Ulrich Timmer an seinem Schreibtisch in der Landwirtschaftskammer in Lindlar. (Foto: Hillenbach)

Lindlar – Die Hauptstelle der Landwirtschaftskammer in Lindlar hat einen neuen Geschäftsführer: Ulrich Timmer, 55 Jahre alt und seit fast 25 Jahren bei der Landwirtschaftskammer NRW beschäftigt. Zuletzt koordinierte er ab 2004 als Beratungsleiter für den Bereich Rheinland-Süd die Arbeit der Kreisstellen in Düren, Auweiler und Lindlar.

Seit dem 1. Februar ist Timmer neuer Chef in Lindlar, weil sein Vorgänger Klaus Göllner in den Ruhestand wechselte. Die Kreisstelle in Lindlar und ihre Außenstelle in Essen beschäftigen zusammen 30 Mitarbeiter. Ihr Zuständigkeitsbereich umfasst Oberberg, Rhein-Berg und den Kreis Mettmann.

Was seine wichtigste Aufgabe in Lindlar wird? „Die Landwirtschaft hat hier in der Region einen bedeutenden Stellenwert, aber wir müssen alles tun, dass die Landwirtschaft gefördert wird“, sagt Timmer. Das ist nicht immer einfach, denn die Kammer hat viele Aufgaben – einerseits berät sie als Selbstverwaltungskörperschaft die Landwirte, andererseits ist sie selbst eine Umweltbehörde, die bei Verstößen einschreiten muss.

Landwirtschaft im Umbruch

Im „Haus der Landwirtschaft“ an der Bahnhofstraße in Lindlar sitzt die Kammer Tür an Tür mit dem Rheinischen Landwirtschaftsverband, der berufsständischen Vertretung der Landwirte.Zum Leidwesen Timmers gibt es keine Berufsschule für Landwirte mehr in der Nähe, der Unterricht für angehende Bauern findet in Köln-Auweiler statt.

Auch im Bergischen ist die Landwirtschaft im Umbruch. Die Zahl der Betriebe geht zurück, die Anforderungen steigen. Die Zahl der Nebenerwerbslandwirte sei aber stabil geblieben, erklärt Timmer.Ohne Zuschüsse aus Brüssel kann heute kein Landwirt mehr existieren. „Die Prämien machen im Schnitt 50 Prozent des Einkommens aus“, so Timmer. Eine der wichtigsten Aufgaben der Kammer ist denn auch die Bearbeitung der jährlichen Förderanträge. Eine große Herausforderung sieht Timmer auch in dem Thema nachwachsende Rohstoffe, deren Bedeutung stetig wachse. Zum Beratungsauftrag der Kammer gehört auch Kostenkontrolle. 250 bis 300 Betriebe werden jährlich ausgewertet.

Noch ist der 55-Jährige, der von seinem Zuhause in Pulheim täglich nach Lindlar pendelt, ein Neuling im Bergischen Land. „Ich will aber in den kommenden Monaten so viele Versammlungen wie möglich besuchen, um Leute kennenzulernen“, sagt Timmer. Für die Hobbies Joggen und Trompete spielen bleibt ihm da nur wenig Zeit. (cor)