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Untergrund für die Mona Lisa

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LOHMAR. Wachsende Zeichen für die steigende Wertschätzung alter Baumarten wurden am Samstag unter anderem auch in der Sülzaue in Hörweite der Autobahn Köln-Frankfurt (A 3) gesetzt: 20 Schwarzpappeln, zudem passende Sträucher wie Weiden und Pfaffenhütchen. Vertreter aus Forschung, Politik, Verwaltung, Militär und Wirtschaft sowie der Naturschutzverbände packten kräftig mit an. Auch anderswo, etwa an Agger und Rhein, wurden Bohrer und Spaten für Neuanpflanzungen ins Erdreich gestoßen - ein Zeichen nicht zuletzt mit Blick auf die Weltkonferenz zur biologischen Vielfalt im Mai in Bonn.

Favorit des Bundesforstamtes, Hauptstelle Wahnerheide, bei der Auswahl war die Schwarzpappel. „Neue Chancen für einen alten Baum“, forderte Forstdirektor Jörg Pape. Schwarzpappeln seien „die natürliche Pappelart der Auen“. Seit 2003 wurden 1100 von ihnen in der Forstgenbank aus Steckreisern nachgezogen, 500 davon im vergangenen Frühjahr gesetzt, fast alle aber sind durch die unerwartet lange Trockenperiode im April 2007 wieder abgestorben. Schwarzpappeln brauchen trotz tief greifender Wurzeln die Nähe zum Wasser, mögen auch kurzfristige Überflutungen und fühlen sich deshalb besonders wohl in Auenlandschaften. Wirtschaftlich sind sie kaum von Bedeutung, weshalb sie über viele Jahre hinweg nicht angepflanzt und gepflegt wurden. Obwohl sie irgendwie mit verantwortlich sind für eines der bekanntesten Lächeln der Welt, wie Forstamtsdirektor Pape in seiner kurzweiligen Einführung erzählte: Die Mona Lisa wurde von Leonardo da Vinci einst auf dem dünnen Holz einer Schwarzpappel gemalt. (gvn)