Paderborn (dpa/lnw) - Wegen Kokain-Handels und Besitzes einesMaschinengewehrs muss Brauerei-Spross Carl Clemens Veltins für zweiJahre hinter Gitter. Das Landgericht Paderborn verurteilte den 42-Jährigen am Montag auf Grund belastender Zeugenaussagen. Veltinsselber hatte alle Vorwürfe bestritten. Seit Beginn der 90er Jahrewurde er bereits mehrfach wegen Konkursverschleppung,Steuerhinterziehung, illegalen Waffenbesitzes und Betrugs zuBewährungsstrafen verurteilt. Zum Tatzeitpunkt hatte Veltins zweinoch offene Bewährungsstrafen.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der arbeitslose und hochverschuldete 42-Jährige im Januar 2004 mehrere Gramm Kokain verkaufthatte und im Besitz des Kalaschnikow-Maschinengewehrs war. DieStaatsanwaltschaft hatte eine vierjährige Haftstrafe gefordert mitder Begründung, Veltins habe noch drei weitere Male Kokain verkauft.Zudem habe er die Kalaschnikow zum Verkauf angeboten.
Der Verteidiger des Brauerei-Spross hingegen hatte auf Freispruchplädiert, da die wichtigsten Zeugen unglaubwürdig gewesen seien. DasMaschinengewehr sei niemals aufgetaucht, und der Richter habe derHauptbelastungszeugin bescheinigt, das Lügen sei ihr "nicht fremd".
Nach den Worten des Richters hat sie in dem verhandelten Fall aberdie Wahrheit gesagt und sich mit ihren Aussagen zum Teil wissentlichselbst belastet. Ein Kokainverkauf sei zudem zweifelsfrei vonmehreren Zeugen bestätigt worden. Das Maschinengewehr habe Veltinszumindest zeitweise besessen, auch wenn es ihm möglicherweiseuntergeschoben worden sei.
