Waren, Ersatzteile, Briefe, Plakate, Zeitschriften oder die Bahnfahrkarte - nichts scheint mehr vor den sogenannten 2D-Codes sicher zu sein. Denn in solchen Rastern lassen sich im Gegensatz zu Strichcodes umfangreiche Informationen wie Text oder Internetadressen speichern. Ein Kamerahandy genügt, um 2D-Codes auszulesen.
Auf mehrere tausend Zeichen Speicherkapazität bringt es ein waagerecht und senkrecht codiertes 2D-Muster. Eindimensionale Strichcodes schaffen in der Regel nur eine Produktnummer. Der Fantasie für 2D-Code-Anwendungen sind dabei keine Grenzen gesetzt.
Neben Links auf Internetseiten, Downloads, Geoinformationen oder Social-Network-Profilen ist es zum Beispiel auch interessant, einen Code mit den eigenen Kontaktdaten auf seine Visitenkarte zu drucken. Das spart unterwegs Tipparbeit auf der Handytastatur. Berufene mit ein wenig Spieltrieb können auch eigene Texte in 2D-Codes bannen und diese dann digital auf Internetseiten oder physisch als Flugblatt oder Aufkleber verteilen.
Und wer besonders kreativ ist, spielt mit den Elementen der Matrix. Das Besondere an QR-Codes ist nämlich deren Robustheit: Im Gegensatz zum klassischen Strichcode, können die Daten des QR-Code auch dann noch ausgelesen werden, wenn bis zu 30 Prozent des Codes zerstört sind. Das hat Grafiker zu außergewöhnlichen Designs inspiriert.
Das Technik-Blog Mashable stellte kürzlich eine Sammlung zusammen, darunter: Eine Bierfirma legte die Elemente des Würfels mit Kronkorken nach, die Luxusmarke Louis Vuitton versteckt ihr weltbekanntes Logo im Code und beim Facebook-Spiel Farmville gibt es sogar ein Gemüsebeet im QR-Code-Design.
Wir zeigen die ungewöhnlichen Entwürfe in unserer Bildergalerie. Wer einen QR-Code-Reader auf seinem Smartphone installiert hat, kann die Codes auch alle ausprobieren.
Mehr Infos: Wer selbst QR- oder DataMatrix-Codes erstellen will, kann dies zum Beispiel kostenlos unter invx.com tun. Einen QR-Code der aktuell aufgerufenen Internetseite fertigt das Firefox-Add-on Mobile Barcoder an. Um 2D-Codes unterwegs mit dem Kamerahandy erfassen zu können, gibt es viele kostenlose kleine Applikationen.
(dpa/jm/kr)
