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Vermisster Apotheker ist tot

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Essen - Ein seit zwei Wochen verschwundener Apothekeraus Essen ist vermutlich vom Hausmeister seines Wohnhauses getötetworden. Bei der am Dienstag auf dem Gelände einer ehemaligenFettfabrik in einem Plastikfass gefundenen Leiche handele es sicheindeutig um den vermissten 40-Jährigen, berichtete der Leiter derMordkommission, Dirk Heller, am Mittwoch. Der 31-jährige Hausmeister,ein arbeitsloser Dachdecker, wurde am Fundort der Leichefestgenommen. Er hat in den Vernehmungen die Aussage verweigert undwurde in Haft genommen.

"Wir sind uns sicher, dass es sich bei ihm um den Täter handelt",sagte Staatsanwalt Bernd Schmalhausen. Als Motiv vermuten dieErmittler Habgier. Mit zwei Kreditkarten des Opfers seien von einem29-jährigen mutmaßlichen Komplizen des Hausmeisters insgesamt 2500Euro abgehoben worden, berichtete Schmalhausen. Der 29-Jährige, derdurch Videoaufzeichnungen identifiziert wurde, konnte ebenfallsfestgenommen werden.

Die Hände und Füße der Leiche waren mit Handschellen gefesselt.Außerdem waren der Leiche beide Beine mit einer Säge abgetrenntworden. "Wir gehen davon aus, dass dem Opfer die PIN-Nummern seinerKreditkarte abgepresst worden sind", sagte Schmalhausen. Die genaueTodesursache konnte noch nicht geklärt werden, da die Leiche wegender großen Hitze bereits stark verwest war.

Die Polizei hatte die Leiche am Dienstag nach einem Tipp aus demUmkreis des mutmaßlichen Täters entdeckt. Während die Beamten noch amFundort waren, fuhr der Hausmeister auf dem Gelände vor und wurdesofort festgenommen. "Der Mann war wohl wegen der öffentliche Suchenach dem Vermissten nervös geworden und wollte die Leiche entsorgen",sagte Heller.

Der Apotheker sei offenbar bereits am Tag seines Verschwindens, am19. Juni, in seinem Wohnhaus getötet worden. Anschließend habe der31-Jährige einen Bekannten beauftragt, das Fass zu der ehemaligenFettfabrik zu bringen. Dieser Transporteur sei jedoch nichteingeweiht gewesen, sagte Heller.

(dpa)