Fahrräder, die ihren Nutzer mit elektrischem Antrieb unterstützen, gehören längst zum Stadtbild. Im Gegensatz zu E-Bikes und Pedelecs ist die neueste Entwicklung bei dem umweltfreundlichen Verkehrsmittel Nummer eins nicht grundsätzlich auf den ersten Blick zu erkennen. Immer mehr Radfahrer statten ihre Gefährte indes mit intelligenten Technologien aus, die nicht nur für Komfort sorgen, sondern sogar zu einer höheren Sicherheit im Straßenverkehr beitragen und Fahrraddieben das Leben schwer machen.
Leistung messen
Die Halterung für das Smartphone am Lenker ist die simpelste Lösung, um das Bike zu vernetzen. Wie viele Autofahrer nutzen auch Radler inzwischen zunehmend ihr Mobiltelefon als Navigationsgerät. Zahlreiche Apps helfen dabei, die schnellste oder schönste Strecke zu finden und den richtigen Weg zu finden. Doch nicht nur in puncto Navigation ist das Smartphone für viele Biker unverzichtbar. Sportlich Ambitionierte nutzen ihr Telefon, um die eigene Leistung zu messen und sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen. Viele Apps stehen dafür zur Verfügung. In der Szene gilt beispielsweise das soziale Netzwerk Strava als wichtigste Plattform für den Austausch. Darauf können Mitglieder ihre zurückgelegten Strecken sowie sämtliche Infos zu Dauer, Geschwindigkeit, Krafteinsatz oder Energieumsatz veröffentlichen und mit anderen Nutzern vergleichen. Per App oder kompatiblen GPS-Empfänger werden die ermittelten Werte gespeichert.
Vorbild Kopenhagen: Grüne Welle für Biker

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Dass Deutschland beim Thema Fahrradfreundlichkeit hinterherhinkt, ist nichts Neues. Während etwa die Niederlande oder Dänemark viel Rücksicht auf die Radler nehmen, die dort einen großen Teil des Verkehrs ausmachen, profitieren hierzulande nach wie vor eher die Autofahrer von der Verkehrsführung. Nicht nur in Köln denken die Verkehrsplaner erst allmählich um.
Dass es auch anders geht, zeigt seit Jahren das Vorbild Kopenhagen. In der dänischen Hauptstadt fährt rund jeder Dritte mit dem Rad zur Arbeit. 400 Kilometer Radwege durchziehen die Stadt, die sich auf ihre sportlichen und umweltbewussten Verkehrsteilnehmer eingestellt hat. Während nicht nur in Köln schlechte Wegeführung und Baustellen Nerven kosten, werden Kopenhagener Pedaleure mit einer grünen Welle belohnt – sofern sie sich an die vorgegebene Geschwindigkeit halten. Diese wird über LEDs im Asphalt signalisiert. Revolutionär ist die Vernetzung zwischen Radfahrern und der Stadt: Sensoren erkennen, wenn sich eine Gruppe Radler nähert und geben ein entsprechendes Signal weiter, damit die Ampel länger auf Grün bleibt.
Frequenz im Blick
Wer sich hauptsächlich für die eigene sportliche Leistung interessiert, ist mit einem Tacho gut beraten. Die intelligenten Fahrradcomputer können weit mehr, als die Geschwindigkeit anzuzeigen. Auf dem Monitor haben Hobbysportler und Profis stets ihre Herz- und Trittfrequenzwerte im Blick. Zudem können moderne Tachos die gefahrene Route aufzeichnen.
Bikes der Zukunft
Deutlich tiefer müssen Radler in die Tasche greifen, die ihr Zweirad nicht einfach mit externen Assistenzsystemen ausstatten möchten. Smart-Bikes der Zukunft verfügen über Radarsensoren am Lenker oder Kameras am Heck, die das Fahren erleichtern sollen. Prototypen werden in den Niederlanden getestet.
Gefahr erkennen
In Deutschland sorgt ein neues Hightech-Bike für Furore, das ein Hersteller in Kooperation mit einem Telekommunikationskonzerns entwickelt hat. Das erste Fahrrad mit eingebautem Notrufsystem informiert die Rettungskräfte, wenn der Fahrer einen Unfall erleidet. Sensoren erkennen die Gefahr, über GPS wird der Verletzte lokalisiert. Über die integrierte Kommunikationseinheit kommuniziert das Rad mit seinem Besitzer und informiert beispielsweise über anstehende Wartungen oder Verschleiß. Die gesamte Technik ist im Rahmen verbaut. Wird das Rad gestohlen, kann der Besitzer es über GPS verfolgen und die Polizei informieren.
