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Visite im Künstlerviertel

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Hinter verschlossenen Ateliertüren von Bananensprayer Thomas Baumgärtel machte sich gestern Oberbürgermeister Fritz Schramma mit Stadtkämmerer Peter-Michael Soénius ein Bild vom Clouth-Gelände und besichtigte Ateliers. Die Künstler äußerten ihre Sorge um die unsichere Zukunft des Quartiers und erläuterten ihre Vision vom Veedel Nippes als „Montmartre“ von Köln. Schramma und Soénius informierten über Planungen und Probleme des Areals. Angesichts der angespannten Ateliersituation sagte der Kämmerer beim Gang durch die ehemaligen Fabrikhallen den Künstlern Ersatz zu für den Fall, dass Werkräume wegfallen.

Die Bauten der Gummiwerke in Nippes beherbergen neben einigen Firmen an die 60 Künstler, die seit 1996 den Umbau der Hallen selbst durchführten und insgesamt rund fünf Millionen Euro hineinsteckten. Doch für die meisten Mieter laufen die Verträge Ende 2005 aus. Statt Gewerbe sollen dann dort vor allem Wohnungen entstehen. Die Künstler wenden sich gegen einen Abriss des Clouth-Geländes und machen sich stark für ein Mischkonzept mit Wohnen, Arbeiten, Kunst und Gastronomie.

Zu den Problemen einer Weiternutzung gehört laut Stadt unter anderem der Brandschutz, zudem habe eine Untersuchung eine chemische Belastung der Fabrikbauten festgestellt. (MW)