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Vor SchulbeginnKita-Kinder plumpsen in die Betreuungslücke

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OBERBERG – Maxi ist sechs Jahre alt, besucht den Kindergarten und freut sich schon mächtig darauf, wenn er nach den Ferien in die Schule kommt. Was Maxi nicht ahnt: Der Wechsel stellt seine Eltern vor gewaltige Probleme. Bislang wurde der Knirps in den Sommerferien stets noch drei Wochen lang im Kindergarten betreut. Während der restlichen drei Wochen nahmen sich die Eltern Urlaub - Maxi war nie allein zu Haus.

Das wird diesmal schwierig: Maxis Kindergartenvertrag endet am 31. Juli, wegen des späten Ferienbeginns aber wird Maxi erst ab 30. August in die Schule gehen. Im Jahr darauf erfolgt die Einschulung sogar noch eine Woche später, wie die Bergneustädter Grünen gestern Abend im Stadtrat warnten. Und nun?

Seit Wochen schon beschäftigt die Betreuungslücke die Behörden bis hinauf ins Düsseldorfer Familienministerium. Dort sieht man die Sache ganz einfach: Bis zum „Schuleintritt“ haben Maxi und seine Altersgenossen Anspruch auf den Besuch einer Tageseinrichtung. Deshalb sei das Jugendamt verpflichtet, den späten Ferienbeginn rechtzeitig einzuplanen und die Belange von Eltern und Kindern zu berücksichtigen.

Der Städte- und Gemeindebund hält dagegen. Mit dem Begriff „Schuleintritt“ könne, aber müsse nicht der erste Schultag gemeint sein, sondern der Beginn des Schuljahres am 1. August. Schließlich beginne mit diesem Tag auch die gesetzliche Schulpflicht für alle Sechsjährigen. Dem hat sich auch das Kreisjugendamt angeschlossen. Danach wäre Maxi ab 1. August ein „Fall“ für die Schule. Die betreut ihn aber nur, wenn seine Eltern schon vor Schulbeginn einen Ganzjahresvertrag für die Offene Ganztagsgrundschule (OGS) unterschrieben haben.

Diese Regelung fände Maxis Mutter schlichtweg „blöd“: „Im Kindergarten hat er all seine Freunde, aber in der OGS kennt er doch noch niemanden. Wie soll er sich denn da wohlfühlen?“

Die Idee, zusätzliche Wochen an Ferienbetreuung anzubieten, hatte der Bergneustädter Schulausschuss schon 2008 wegen der Kosten von 2400 Euro pro Woche aufgegeben. Die Stadtverwaltung will Eltern, die in ganz besondere Kalamitäten geraten, jetzt im Einzelfall helfen, eine Lösung zu finden.