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Weihnachten bei Maria und Josef

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PULHEIM. Die Eheleute Pingen sind fast 30 Jahre verheiratet. Wenn sie ihre Namen nennen, schmunzelt ihnen ihr Gegenüber oft zu. Denn sie heißen mit Vornamen wie die heilige Familie: Maria und Josef.

Maria und Josef Pingen wohnen auf Gut Kistenmacher Hof in Freimersdorf. „Ich habe sogar am 24. Dezember Geburtstag", erzählt Maria Pingen. Wegen des weihnachtlichen Geburtstermins habe ihre Mutter sie schließlich zwei Tage nach Weihnachten auf den Namen Maria getauft.

Der Vorname Josef hingegen sei in der Ahnenreihe der Familie Pingen weit verbreitet. „Ich komme aus der Landwirtschaft", erzählt der Hausherr, da sei der Name Josef häufig. Zu seiner Geburt hat sein Vater die große Streuobstwiese neben dem Bauernhaus angelegt und bepflanzt. Und längst haben er und seine Frau sich daran gewöhnt, dass wo immer sie sich mit ihren Vornamen vorstellen, die Menschen ihnen ein breites Lächeln schenken.

Dabei war ihnen, als sie sich vor vielen Jahren kennen gelernt haben, gar nicht bewusst, dass ihre Namen so biblisch klingen. Zunächst waren es die Freunde und Bekannte, die sich über die fromme Namenskombination amüsierten und sie mit Bemerkungen wie: „Das ist ja lustig", konfrontierten. „Ich hätte meine Maria aber auch geheiratet, wenn sie nicht Maria heißen würde", versichert Josef Pingen. „Gut ist, dass sich unsere Namen einprägen“, freut sich Maria Pingen, „unsere Namen vergisst so schnell keiner".

Auch ihr Geburtsdatum präge sich aufgrund ihres Vornamens ein. So passiert es oft, dass am 24. Dezember alte Schulfreundinnen anrufen um ihr zum Geburtstag zu gratulieren. „Dann bin ich immer hin und her gerissen zwischen den ausgiebigen Gesprächen und den Vorbereitungen für Heiligabend", erzählt Maria Pingen.

Morgens beim Frühstück wird Geburtstag gefeiert, am Abend beginnt bei Maria und Josef das Weihnachtsfest. Dann kommen auch die beiden Kinder, Ruth und Theresa. Heiligabend gehört der engeren Familie, am ersten Weihnachtstag steht die Türe allen Geschwistern, Schwager, Schwägerin, Neffen und Nichten offen. Das ganze Haus ist weihnachtlich geschmückt. Im Wohnzimmer steht der Weihnachtsbaum. und von der Küche aus dringen köstliche Düfte ins Weihnachtszimmer. Traditionsgemäß singt die Familie auch gemeinsam Weihnachtslieder unter dem Tannenbaum.

Maria und Josef Pingen müssen schmunzeln, wenn sie an diese Familienfeste denken. Denn stets wenn das Lied: „Ihr Kinderlein kommet“ gesungen wird, und die dritte Strophe beginnt, wandern die Augen der singenden Gäste zu ihnen, wenn es heißt: „Da liegt es, das Kindlein, auf Heu und auf Stroh; Maria und Joseph betrachten es froh".