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Wer hat als erster auf Ötzi gespuckt?

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Ötzi ist nach neuen Forschungen bei einem Kampf getötet worden.

BOZEN. Die Enthüllungen um die Entdeckung der Gletscherleiche Ötzi werden immer skurriler: Vor Gericht im Südtiroler Bozen streiten sich derzeit zwei Frauen darum, die eigentlichen Entdecker der 5300 Jahre alten Mumie gewesen zu sein - als Beweis dafür wollen beide Damen sogar auf dem Eismann DNA-Spuren hinterlassen haben.

Bislang galt das Nürnberger Ehepaar Erika und Helmut Simon als sicherer Finder des 1991 am Ötztaler Similaungletscher entdeckten Eismannes. Im November 2003 hatte das Bozener Landesgericht dies auch anerkannt. Den von der Provinz Bozen angebotenen Finderlohn in Höhe von 50 000 Euro hat die Witwe des inzwischen verstorbenen Helmut Simon allerdings ausgeschlagen - sie möchte offenbar weitaus mehr Geld haben. In Folge legte die Provinz nun Berufung gegen das Landgerichts-Urteil ein. Begründung: Es hätten sich andere Menschen gemeldet, die vorgeben, Ötzi gefunden zu haben. In dem Verfahren behaupten nun die zwei Frauen, Ötzi noch vor dem deutschen Ehepaar entdeckt zu haben

So erklärt die Schweizerin Sandra Nemeth, dass das Ehepaar Simon am Ort des Todes von Ötzi erst aufgetaucht war, nachdem sie die Mumie gefunden hatte. Am Fundort sei es dann zu einem lauten und heftigen Streit zwischen den drei Personen gekommen, in dessen Verlauf die Zürcherin auf die Mumie gespuckt haben will, um eine persönliche DNA-Probe zu hinterlassen, mit der später nachgewiesen werden sollte, dass sie nicht lügt und tatsächlich als erste vor Ort war.

Die zweite angebliche Ötzi-Entdeckerin - sie kommt aus Slowenien, heißt Magdalena Mohar Jarc und ist von Beruf Schauspielerin - behauptet dagegen, dass sie die Simons gerufen habe, nachdem sie auf die seltsamen Menschenreste im Eis gestoßen sei. Das deutsche Ehepaar habe sich damals in einer nahen Berghütte befunden. Auch sie will eindeutige DNA-Spuren an dem toten Mann hinterlassen haben.

Ob sich die Darstellungen der beiden Damen verifizieren lassen, ist allerdings fraglich. Nach mehr als 14 Jahren sei es schwierig, durch Spucke verursachte DNA-Spuren an der Leiche nachzuweisen, erklärten Experten in italienischen Medien. (mig / eh)