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„Werte werden eingehalten“

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BRÜHL. Für viele alt eingesessene Brühler gehören die Geruchsbelästigungen im Bereich des Eisenwerks, in dem Automotoren hergestellt werden, zum Alltag. Doch Neubürger, die in der Nähe des Unternehmens ein Haus oder eine Wohnung beziehen, ärgern sich über den Gestank und fragen sich, ob das, was da in die Luft geblasen wird, vielleicht sogar gesundheitsgefährdend ist. So auch im Fall einer Anwohnerin, die vor einiger Zeit in die Schlossstadt gezogen ist. „Von den Stoffen, die freigesetzt werden, gehen keine Gesundheitsgefahren aus, und wir sind ständig bemüht, die Staub- und Geruchsbelästigungen für die Umwelt möglichst gering zu halten“, betonte Dieter Bierwirth, beim Eisenwerk zuständig für Umweltmanagement. Die Kölner Bezirksregierung als Kontrollbehörde bestätigt das.

„Ein schöner Sonnentag, Besuch ist angemeldet, die Terrasse gedeckt, und dann kommt der Gestank. Er ist sehr störend, und früher oder später verzieht man sich in die Wohnung und macht auch noch die Fenster zu“, hatte die Anwohnerin der Rundschau geschrieben. Oder sie habe gerade frisch gewaschene Wäsche im Freien aufgehängt. Dann komme der Gestank, und bald rieche die ganze Wäsche genauso penetrant.

„Die Gerüche stammen aus dem Produktionsprozess, wenn das flüssige Eisen in die Formen kommt und dann abkühlt“, erläuterte Dieter Bierwirth. Laut Genehmigungen seien 20 Milligramm Staub pro Kubikmeter erlaubt. „Wir liegen weit unter vier Milligramm“, so der Umweltmanager. In Wohngebieten dürften in zehn Prozent der Jahresstunden Gerüche wahrgenommen werden, in Industriegebieten liege der Wert bei 15 Prozent. „Beide Werte werden deutlich unterschritten“, unterstrich Bierwirth. Zurzeit werde außerdem eine neue Formanlage gebaut, die die Geruchsbelästigung weiter reduzieren werde.

Das Eisenwerk investiere viel Geld in die Umwelttechnik. „Eine Entstaubungsanlage kostet bis zu einer Million Euro. Allein in der Putzerei, in der die Motorblöcke vom Sand und von Resten des Schmelzprozesses gereinigt werden, haben wir zwölf solcher Anlagen“, erklärte der Umweltmanager. Beeinträchtigungen für die Anwohner gebe es auch nur bei Nord- und Nordostwinden, und die seien sehr selten.

Geruchsbelästigungen

auch durch andere Betrieb

Zudem sei es auch fraglich, ob das Eisenwerk auch für jede Belästigung verantwortlich sei. „Es gibt auch noch andere Betriebe in der Umgebung, die Geruchsbelästigungen hervorrufen“, so Bierwirth. Außerdem sorge auch die extrem stark befahrene Bahnstrecke für Metall- und Rostablagerungen in der Luft.

„Das Eisenwerk hat viele Maßnahmen ergriffen, um die Belastung für die Umwelt zu minimieren. Beispielsweise wurde eine neue Gießereistraße gebaut“, sagte die Pressesprecherin der Bezirksregierung, Christina Theißen. Vor Jahren habe es wesentlich mehr Beschwerden gegeben. Bei einem Großversuch im Jahr 2004 habe es bei Messungen bei verschiedenen Wetterlagen und zu Tages- und Nachtzeiten nur zwei Überschreitungen der Grenzwerte im benachbarten Gewerbegebiet gegeben