FREILINGEN. Selbst ein sich anbahnendes Gewitter hielt die Wildangler nicht ab. Gezielt töteten sie zwei Fische im Freilinger See. Vermutlich mit einer Harpune oder einem Speer, schließt der Vorsitzende des Blankenheimer Angelvereins, Eberhard Hexelschneider, aus den Einschusslöchern auf die Tatwaffe.
Ich war auf der anderen Seeseite beim Angeln und wollte mal gucken, ob das auch Angler sind, schildert Hubert Peetz, Fischereiaufseher des Freilinger Sees.
Auf der anderen Seite traf er zwei Männer an, die angaben, im See schwimmen zu wollen. Peetz glaubte der Aussage der jungen Männer zwar, blieb allerdings in deren Reichweite. Durch das umliegende Gestrüpp konnte der Fischereiaufseher sehen, wie eine dritte Person zwei bis drei Meter vom Ufer entfernt schnorchelte, eine vierter Mann begleitete den Taucher. Dort ist das Wasser nur etwa 80 Zentimeter tief, so Peetz.
Wieder, so Peetz, sei er zu den jungen Männern gegangen. Da habe er bemerkt, dass diese etwas vertuschten. Peetz: Einer der Männer hat Steine ins Wasser geschmissen, um den Taucher zu warnen.
Angeblich eine
Uhr verloren
Ich habe hier meine Uhr verloren, hat laut Peetz einer der Männer auf seine erneute Nachfrage nach ihrem Tun geantwortet. Wieder, so Peetz, habe er sich einige Meter entfernt - zum Angeln und um das Treiben zu beobachten.
Von der Anwesenheit des Fischereiaufsehers fühlten die Männer sich offenbar derart gestört, dass sie ihre Sachen packten und verschwanden. Dabei fiel Peetz auf, dass einer ein rotes Netz im See verstaute. Darin fand er einen 50 Zentimeter langen Hecht und einen 60 Zentimeter langen Karpfen - beide mit einem großen Loch in Höhe der Kiemen. Einen der Herren habe ich letztes Jahr öfters hier gesehen, so Peetz. Derzeit überlegen er und Hexelschneider, ob sie den Vorfall der Polizei melden und Anzeige erstatten.