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Wohnung des Essener Schülers mit Polizeihund durchsucht

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Essen – Die Wohnung des tatverdächtigen Essener Schülers ist mit einem Sprengstoffhund der Polizei durchsucht worden. Ein Polizei-Hundeführer nahm die Wohnung im Stadtteil Borbeck am Donnerstagnachmittag zunächst allein und danach für etwa zehn Minuten mit einem auf das Aufspüren von Sprengstoff spezialisierten Polizeihund in Augenschein. Weiteres verdächtiges Material wurde offenbar nicht mehr gefunden.

Zuvor hatten die Ermittler bereits Explosivstoffe und Material für einen Bombenbau in der Wohnung gefunden, in der der 16 Jahre alte Verdächtige mit seinen Eltern lebt. Die Polizei habe nach dem Zugriff am frühen Morgen um 4.20 Uhr 16 Rohrkörper entdeckt. An einigen dieser Rohrkörper seien Uhren angebracht, einige seien mit Nägeln präpariert gewesen. Zudem seien zusammengemischte Explosivstoffe gefunden worden, die wahrscheinlich zum Befüllen dieser Rohrkörper vorgesehen gewesen seien. Ein zündfähiger Sprengsatz war laut NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) nicht gefunden worden.

Der Schüler steht im Verdacht, einen Anschlag auf das Don-Bosco-Gymnasium und möglicherweise auf eine Essener Realschule, die er zuvor besucht hatte, geplant zu haben.

© dpa-infocom, dpa:220512-99-261061/3 (dpa)