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Wolkenaer geht, Bachmann kommt

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Gerhard Richter, Sigmar Polke, C.O. Päffgen. Thomas Baumgärtel, sie und viele andere Künstler sind bei Wolkenaer jahrelang ein und aus gegangen. Schon als Student, erzählt HA Schult, sei er von Düsseldorf per Anhalter nach Köln gefahren, um sich auf der Ehrenstraße mit Farben und Lackstiften einzudecken.

Entsprechend groß ist die Enttäuschung bei Kunden wie Mitarbeitern, dass Bruno und Monika Wolkenaer ihren seit 1910 bestehenden Laden Ende Juli aufgeben. Wie es heißt, haben sie das ganze Haus verkauft, weil sie sich zur Ruhe setzen möchten - im Gegensatz zu ihren langjährigen Mitarbeitern Dieter Bachmann und Eva Schlütter (51). Nur wenige Meter entfernt vom Traditionsstandort, in der Großen Brinkgasse 9, wird Bachmann nach 39 Jahren bei Wolkenaer sein eigenes Geschäft für Künstlerbedarf eröffnen. Eva Schlütter und zwei weitere Aushilfen „aus dem alten Bestand“ werden ihn unterstützen. „Und die Künstler auch“, ist der künftige Geschäftsinhaber optimistisch. „Die Stammkunden wollen uns alle treu bleiben.“

Der neue Laden an der Rückseite des früheren Bazaar de Cologne, mit 160 Quadratmetern etwa genauso groß wie Wolkenaer, eröffnet bereits am 2. Mai. Pikant: Von Mai bis Juli sind Bachmann und Wolkenaer damit sogar Konkurrenten. Das Angebot, so Bachmann, werde sich weitgehend decken. „Und was wir nicht haben, können wir bestellen.“ (KE)