MARIENHEIDE – Brucher- und Lingesetalsperre bekommen ausgewiesene Badezonen - vier an der Brucher-, drei an der Lingesetalsperre. Darüber informiert der Wupperverband morgen den Marienheider Bau- und Planungsausschuss. Bisher war das Baden an beiden Stauseen nicht ausdrücklich erlaubt, sondern lediglich geduldet. „Wir wollen ein bisschen mehr Service und Sicherheit bieten“, erklärt Wupperverbands-Sprecherin Monika Ebers. Der Verband selber will rechtlich auf der sicheren Seite sein und der EU-Badegewässerrichtlinie entsprechen. Das geht einher mit einer kontinuierlichen Überprüfung der Wasserqualität. Mit Beginn der nächsten Badesaison sollen die Zonen fertig sein, vielleicht wird s sogar in diesem Jahr noch was.
Die Badezonen hat der Verband in Abstimmung mit der Gemeinde Marienheide auserkoren; an der Brucher etwa entstehen sie da, wo schon jetzt viele Menschen ihre Stammplätze hatten: Links und rechts der Staumauer sowie in den Bereichen des Segelclubs und des Campingplatzes.
Was bedeutet die Einrichtung der Badezonen konkret? Jürgen Fries, Betriebsleiter Talsperren beim Wupperverband: „Innerhalb der ausgewiesenen Badezonen ist alles sauber, Wege führen zu den Zonen, es stehen ausreichend Mülleimer zur Verfügung.“ Zudem wird der Grund des Wassers vor den Badezonen - einmalig vor Beginn der Badesaison - von Tauchern abgesucht.
Man darf sich allerdings nicht vertun: Es werden keine Strandbäder errichtet, keine Kioske erbaut, keine gepflegten Sandstrände angelegt. Es wird auch kein Bademeister eingestellt und es wird keine Toilettenbewirtschaftung geben - obwohl etwaige private Betreiber beim Wupperverband offene Türen einrennen würden. „Die verkieste Uferstruktur bleibt auch erhalten“, sagt Fries.
Marienheides Bürgermeister Uwe Töpfer schätzt die Anlage von Badezonen positiv ein: „Wir versprechen uns einen wesentlich geordneteren Badebetrieb“, sagt er und verweist darauf, dass bisher an Hochsommertagen die Infrastruktur rund um die Brucher dem Ansturm der Gäste kaum mehr gerecht wird.
Außerhalb der Zonen werden übrigens keine „Baden verboten“-Schilder aufgestellt. Stattdessen wäre aber eine Bepflanzung dieser Strandbereiche, die nicht mehr besucht werden sollen, denkbar.