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ZDF warnt: Nicht nachmachen!Dreharbeiten mit Folgen

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Troisdorf – Weil keiner zu Schaden gekommen ist, dürfen alle schmunzeln. „Nicht nachmachen!“ So heißt eine neue ZDF-Serie, die Wissenschaft mit Lebenspraxis auf lockere und humoristische Weise den Fernsehguckern nahebringt und auch zeigt, was passiert, wenn man im Wohnzimmer Feuerwerk macht.

Wie recht das ZDF mit diesem Titel hat, konnte man am späten Montagabend gegen 22 Uhr sehen. Aber nicht auf dem neuen Plasmabildschirm daheim. Sondern ganz live in Troisdorf, als 50 Feuerwehrleute ausrückten, um einen Dachstuhlbrand zu bekämpfen. Das stand aber nicht im Skript, und das Produktionsteam hatte seine Dreharbeiten an dem Tag auch schon beendet. Noch ist die Brandursache nicht geklärt, wie Kreis-Feuerwehrsprecher Peter Kern bestätigte.

Aber natürlich schmunzelten am Montagabend bereits die Feuerwehrleute, und gestern, als die Kunde rundging, noch viel mehr Menschen.

Die Erstausstrahlung der neuen Sendefolge ist am 29. Juni, 22.30 Uhr, und wird schon kräftig beworben. Gezeigt wird in der Serie beispielsweise, was passiert, wenn die Badewanne überläuft und ein Badezimmer geflutet oder eine heiße, mit Fett gefüllte Pfanne mit Wasser gelöscht wird. Die Comedians Bernhard Hoëcker und Wigald Boning, den man schon von Wissenschafts-Shows kennt, pfeifen bei den Experimenten auf Warnhinweise von Herstellern und missachten Verbote.

Sie zünden unter anderem Feuerwerkskörper im Sitzkissen, lassen Konservendosen in die Luft fliegen und brühen Kaffee im Warmwasserboiler auf, heißt es in einer der haufenweise im Internet zu findenden Ankündigungen. „Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen“ finde das statt, erklärt das ZDF und weiter: „Das Labor ist ein funktionstüchtiges Haus, in dem sich im Namen der Wissenschaft mal so richtig ausgetobt wird.“ Was für ein Glück, dass es sich um ein unbewohntes Abbruchhaus handelt, das ohnehin bald der Spitzhacke zum Opfer fallen soll.

Nun zum echten Brandfall am Montag: Letztlich war dort wieder das „volle Programm“ bei Dachstuhlbränden nötig. Die Feuerwehr musste nämlich die Dachkonstruktion, das Kehlblech und die Innenverkleidung öffnen, um die Glutnester in der Balkenkonstruktion und der Strohdämmung zu löschen. Deshalb dauerte der Einsatz auch von 21.50 Uhr bis kurz nach Mitternacht. 50 Feuerwehrleute unter Einsatzleitung von Brandamtmann Raimund Lindlahr waren vor Ort. Gegenüber des Hauses befindet sich übrigens eine Tankstelle. Aber zum Glück ausreichend weit weg durch die Schneise der Bundesstraße 8.