Much-Ophausen – Karl-Heinz Brungswar gerade eben auf dem Wegzu einem Termin, als er dieRauchsäule über Platz 41 bemerkte. Sofort alarmierte derstellvertretende Platzwart desCampingplatzes in Much-Ophausen Polizei und Feuerwehr. Da gab es auch schon dieerste Stichflamme aus derzum Glück schon verlassenenHütte, in der sich erst seit zweiTagen ein Monteur vorübergehend einquartiert hatte. Alsdie Feuerwehren aus Much,Ruppichteroth und Nümbrecht eintrafen, hatte das Feuer längst auf die Nachbarhütten übergegriffen. „Drei Ferienhäuschen brannten lichterloh. Die Flammen schlugensechs bis sieben Meter hoch inden Himmel“, sagte Einsatzleiter Frank-Peter Twilling, derGemeindebrandinspektor ausNümbrecht. Die 50 Einsatzkräfte konnten nicht verhindern, dass weitere vier Hüttenabbrannten, außerdem wurden durch die Hitze noch einige Wohnwagen beschädigt.
Gefährlich war der Einsatz vorallem wegen der in den Laubengelagerten Propangasflaschen, die reihenweise in dieLuft flogen, aber keine weiteren Schäden anrichteten. Dennoch gelang es denFeuerwehrleuten schnell dasFeuer in den Griff zu bekommen, in dem sie es von allenSeiten gleichzeitig bekämpften. Wasser konnten sie aus dernahen Bröl entnehmen. Geistesgegenwärtig hattePlatzwart Brungs als er dasFeuer bemerkte, die zentraleGas- und Stromversorgungabgesperrt und damit größereSchäden vermieden. Er ver mutet, dass der unerfahreneMieter der Hütte die Heizunghat brennen lassen und dies zueiner Überhitzung und in derFolge zu dem Feuer geführthat. Genaues wird sich bei derUntersuchung der Brandsach verständigen herausstellen,die ihre Arbeit aufgenommenhaben. Über die Höhe desSachschadens ist ebenfallsnoch nichts bekannt. Der Campingplatz in Much-Ophausen hat insgesamt 136Stellplätze, 90 von ihnen sindderzeit belegt vorwiegend vonWochenend- und Ferien camper. Aber es sind auchneun Personen mit erstemWohnsitz dort gemeldet. Einige von ihnen schliefen noch,als das Feuer ausbrach. Siewurden von der Polizei geweckt und konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Eswar dies der dritte Feuerwehreinsatz seit Juli 2006 auf demCampingplatz. Seit dieser Zeitgibt es eine Übereinkunft derGemeinde Much mit der Gemeinde Nümbrecht, die nurzwei Kilometer entfernt vondem Zeltplatz eine Feuerwache unterhält, Amtshilfe zuleisten.
