Zu „An dem Radweg scheiden sich die Geister“ vom 6. Juni
Sicherlich hätte ich als gelegentlicher Nutzer dieses Weges nichts dagegen, wenn er gerade für Regenwetter befestigt würde. Doch stört es mich gewaltig, dass die Stadt Leverkusen Unsummen für Nebensächlichkeiten ausgibt, die auch für weitaus weniger Geld zu bewerkstelligen wären, während die wirklich wichtigen Dinge auf der Strecke bleiben, für die angeblich „kein Geld“ vorhanden ist.
So fallen mir Straßen auf, die durch Wohngebiete führen und in Wirklichkeit Feldwege sind: beispielsweise die Waldstraße in Küppersteg neben dem Reuschenberger Friedhof, die Straße Auf der Weide in Bürrig sowie die Zufahrt zu einem Gehöft an der Solinger Straße zwischen Rheindorf und Opladen. Es sind prachtvolle Schlagloch-Avenuen. Wer so wie ich dort täglich anzuliefern hat, bekommt die städtischen Sünden jedes Mal schmerzhaft in seinem Steiß zu spüren.
Hier erwartet die Stadt offenbar von den Anwohnern die Übernahme der Kosten, was ungerecht gegenüber allen anderen Straßen-Anliegern ist. Nach meiner Meinung stellt sich die weltoffene Stadt Leverkusen selbst ein Armutszeugnis aus, weil sie nicht in der Lage ist, diese Mängel zu beheben.
KURT UDO WEGNER, LEVERKUSEN
Genug Asphalt Der Rad- und Fußweg am Mühlengraben ist – wie der Name schon sagt – ein Weg für Radfahrer und Fußgänger. Es ist einer der wenigen Wege entlang der Wupper, der nicht unter Asphalt begraben ist. Es ist ein beliebter Spazierweg von Opladen aus zum Reuschenberger Tierpark und wird von Menschen aller Generationen genutzt.
Bisher nahmen Radfahrer und Fußgänger meist aufeinander Rücksicht, zumal der Weg sich in seinem jetzigen Zustand nicht zum Rasen anbietet. Jahrelang wurde in Leverkusen mit viel Beton und Asphalt Platz für Autos geschaffen.
Soll der Fehler wiederholt werden, indem Fußgänger von Radfahrern auf eigens dafür asphaltierter Radautobahn ver- beziehungsweise bedrängt werden? Muss der Radschnellweg nach Wiesdorf, den ich durchaus begrüße, auf Kosten der Fußgänger entstehen und unbedingt durch schöne Natur führen? Kann nicht eine schon bestehende Straße umgebaut und umgewidmet werden?
Auch ich radle gern und oft am Mühlengraben entlang und auch ich wünsche mir einen besseren Zustand dieser Strecke. Eine bessere Befestigung heißt aber nicht automatisch Asphaltierung und Ausbau zu einer Rennstrecke.
HELGA DILLINGER, LEVERKUSEN
