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Artenschutz in OpladenBagger hebt Laichkuhlen für Kröten in der Bahnstadt aus

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  1. Ausgerechnet die Schotterfläche an den Güterbahngleisen ist eine der Hauptlebensräume der streng geschützten Kreuzkröten.
  2. Sollten die Tiere auf der dortigen Baustelle zu Schaden kommen, wäre dies ein böser Verstoß gegen das Naturschutzgesetzt.
  3. Auf einer Wiese bereiten Landschaftsbauer einen neuen Platz für die Lurche vor.

Leverkusen – Wenn die Tage länger werden und die Sonne die Pfützen aufwärmt, wird es Zeit für die Kreuzkröten, ihren Winterschlaf zu beenden. Das werden sie bald auch in Opladen tun. Ausgerechnet die Schotterfläche an den Güterbahngleisen, die voraussichtlich noch in diesem Jahr verlegt werden sollen, ist einer der Hauptlebensräume dieser streng geschützten Art in Leverkusen. Sollten die Tiere auf der Gleisbaustelle zu Schaden kommen, wäre das nicht nur ein Frevel an der Natur, sondern auch ein böser Verstoß gegen das Naturschutzgesetz. Deshalb ist die Umsiedlung der intern „West-Kröten“ genannten Lurche Teil des Bebauungsplans für den Westteil der Bahnstadt, sie ist keine freiwillige Wohltat für die Natur. Die Amphibien werden demnächst während der Aufwachphase noch schlaftrunken eingefangen und an ihren neuen Platz nach Schlebuschrath umgesiedelt. Es ist ein Ankommen nach langer Suche nach einem geeigneten Platz.

Bagger baut Laichkuhlen

Auf einer Wiese zwischen Eisenbahn, Dhünn und Autobahn bereiten Landschaftsbauer den neuen Platz für die Lurche vor. Mit einem Bagger werden Kuhlen als Laichgewässer angelegt, darin sollen sich flache Pfützen bilden, die sich bei Sonne schnell aufwärmen. Die sind fürs Leben der Kröten ebenso unerlässlich, wie größere Brach-oder Schotterflächen, auf denen sich deren Hauptspeise ansiedelt, das sind bestimmte Heuschrecken. Man hofft so, dass die Tiere in Schlebuschrath heimisch werden. Auch für die nächste Winterruhe wird gesorgt, im Herbst verbuddeln sich die Kröten am liebsten in weichem Sand.