Leverkusen – Für die Leverkusener Stadtverwaltung ist es keineswegs gesichert, dass das an der Opladener Bahnhofsbrücke geplante Torhaus künftig städtische Ämter beherbergen wird. Tatsache sei nämlich, dass das Projekt im aktuellen Haushaltsplan nirgendwo etatisiert sei, lautet die Antwort der Kämmerei auf einen entsprechenden Antrag von CDU, Grünen und Opladen plus. Die dafür erforderlichen Mittel könnten außerdem auch nur in dem Maße bereitgestellt werden, in dem durch den Freizug bisher von der Stadt genutzter Immobilien Miet- oder Abschreibungsaufwand entfielen.
Mehr noch: Sollte selbst das nicht zur vollständigen Refinanzierung einer städtischen Nutzung des Torhauses ausreichen, wäre diese nur mit Zuschüssen des Landes möglich. Allerdings sind der Verwaltung keine entsprechenden Förderprogramme bekannt. Das Gebäude durch die Wohnungsgesellschaft Leverkusen (WGL) errichten zu lassen, sei ebenfalls kein Ausweg. Denn auch die dann zu zahlenden Mieten gingen zulasten des defizitären Haushalts.
Prüfauftrag erteilt
Im Bau- und Planungsausschuss nahmen die Antragsteller diese Mitteilung zum Anlass, der Stadtverwaltung einen Prüfauftrag zu erteilen. Die drei Fraktionen wollen unter anderem wissen, wie viel Geld bei der Aufgabe gemieteter Verwaltungsstandorte gespart würde. Darüber hinaus soll beziffert werden, welche Mittel bei einem Verzicht auf Unterhaltungsinvestitionen in städtischen Gebäuden – beispielsweise an der Miselohestraße und der Haus-Vorster-Straße in Opladen – und deren Verkauf für den Wohnungsbau erlöst würden.
Schließlich wollen CDU, Grüne und Opladen plus auch wissen, in welcher Höhe Energiekosten bei einem Neubau im Vergleich zu den jahrzehntealten Gebäuden entfallen und wie sich die kürzeren Wege und verbesserten Arbeitsabläufe an einem gemeinsamen Verwaltungsstandort statt mehreren finanziell auswirken.
