Rund ein Jahrzehnt haben die Verhandlungen gedauert. Jetzt ist es vollbracht: Bayer kann ein Jobticket anbieten, rund 12 000 Beschäftigte in Leverkusen, Köln, Monheim und Hürth - dort wird Agrochemie hergestellt - haben nach Konzernangaben einen Anspruch auf die Dauerkarte für Bus und Bahn.
Das größte Problem war lange Zeit die Grenze: Leverkusen gehört zum Verkehrsverbund Rhein-Sieg, Monheim zum Verkehrsverbund Rhein-Ruhr. Wie man mit den Grenzüberschreitungen umgeht, war lange kaum zu klären. Mittlerweile ist das gelungen; ab 1. Juni gilt das Jobticket. Es kostet 59,10 Euro im Monat. Das sei für Beschäftigte in Monheim und Wuppertal, die bisher ein Jobticket hatten, eine deutliche Ersparnis: Bisher habe der Preisnachlass gegenüber einer normalen Monatskarte um die zehn Prozent betragen, jetzt seien es etwa 40, hieß es am Mittwoch.
Beim Verkehrsverbund Rhein-Sieg, der Wupsi und den Bahnen der Stadt Monheim wurde das Bayer-Ticket gefeiert. (tk)
Direkt nach Düsseldorf
Leverkusen-Mitte hat sie, Opladen und Schlebusch nicht: die direkte Bahnverbindung nach Düsseldorf. Das soll sich ändern, wünscht sich Rüdiger Scholz. Der CDU-Landtagsabgeordnete berichtete am Mittwoch, der Nahverkehr Rheinland wolle prüfen, ob die S-Bahn-Linie 1 verlängert werden kann. Sie führt von Dortmund durch das Ruhrgebiet über Düsseldorf nach Solingen. Eine Verlängerung nach Opladen und womöglich weiter nach Schlebusch würde Pendlern in die Landeshauptstadt einen Umstieg ersparen. (tk)