Leverkusen – Es hat schon etwas für sich, dass man in der Opladener Sparda-Bank West derzeit Kredite beantragen, ein Girokonto eröffnen oder einen Sparvertrag abschließen kann, während einem dabei von der Wand herab Künstlerinnen und Künstler wie Melody Gardot, Gregory Porter oder Jan Delay zuschauen.
Der schnöde, der weltliche Alltag mit seine Alltagsgeschäften wird dadurch ein bisschen schöner. Und überhaupt: Musik hilft ja bekanntlich immer. Sogar, wenn sie nicht hörbar, sondern nur im Bild eingefangen ist. So wie eben bei dieser Ausstellung „If you have to ask what Jazz is...“, die noch bis zum 31. März 2022 im Hause an der Kölner Straße 120 zu sehen sein wird.
Zitat von Louis Armstrong
Die Schau wurde initiiert von Jazztage-Chef Fabian Stiens im Verbund mit dem Leiter der Filiale, Steven Schmitz, sowie Korinna Krumpholz von der Stiftung der Sparda-Bank West, die seit Jahren mit den Jazztagen kooperiert und kulturelle Projekte aller Art fördert. Der Titel ist Teil eines Zitates des großen Louis Armstrong, der einst sagte: „If you have to ask what Jazz ist, you’ll never know“ („Wenn Sie sich fragen müssen, was Jazz ist, werden Sie es nie begreifen“).
Und gezeigt werden unter diesem Motto großformatige Fotografien jener Musikerinnen und Musiker, jener Bands und Ensembles, die in den vergangenen zehn Jahren die traditionsreiche Bühne der Leverkusener Jazztage bespielten.
Große Stars und Nachwuchs
Die großen Stars sind dabei. Und die Gewinner des bei jedem Festival aufs Neue ausgetragenen Nachwuchswettbewerbes „Future Sounds“. Magie im Bild, gebannt auf Alu-Dibond. Eine bunte, eine optische Erklärung dessen, was Jazz im besten Falle sein kann: Die aufregendste – weil viele Spielarten vermischende – Form von Musik.
Melody Gardot steht mit der Gitarre im Anschlag, mit Hut auf dem Haupt und Sonnenbrille im Gesicht im Scheinwerferlicht. Jan Delay sieht man die Tanz-Eskalation an, die seine Shows stets durchzieht. Querbeat spielen mitten im Publikum stehend ihren Brass-Pop. Es ist eine stete Mischung aus per Kamera-Klick festgehaltener Rasanz auf der einen und Eleganz sowie Jazz-Versunkenheit auf der anderen Seite.
Appetithappen fürs Festival
Schmitz sieht die Ausstellung in seiner Bank als „Startschuss in ein hoffentlich tolles Jazztage-Jahr“ – das Festival ist ja nach wie vor für November geplant. Die Hoffnung, nach dem komplett nur im Internet gezeigten Konzertreigen 2020, endlich wieder vor Musikfans spielen zu könne, ist groß. Und Fotografien wie diese können da vielleicht wirklich als Appetithappen und Verstärker der Vorfreude dienen.
Versteigerung für Schulen
Eine Besonderheit kommt übrigens noch zum Ende der Ausstellung hin zum tragen: Dann nämlich werden fünf Fotografien – die mit Melody Gardot, Gregory Porter, Jan Delay, ZAZ und Querbeat – versteigert. Das bei der Versteigerung gewonnene Geld soll dann einer Leverkusener Schule gespendet werden – aufgerundet auf den nächsten Tausender-Betrag von der Sparda-Bank West.
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Ausschlaggebend ist dabei ein Projektwettbewerb zum Thema Musik, der vom Kulturdezernat der Stadt ausgeschrieben wird und der demnächst an den hiesigen Schulen stattfinden soll. Weitere Informationen dazu werden entsprechend noch bekannt gegeben.
www.leverkusener-jazztage.de



