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Mauchers GedenkstätteMotorradclub „Kuhle Wampe“ erwirtschaftete 350 Euro

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Dieter Dirnberger vom Mottoradclub „Kuhle Wampe“ presst das Heu.

Alfter – Da kam ganz schön was zusammen: 70 Ballen Heu konnten die Helfer des Motorradclubs „Kuhle Wampe“ in diesem Jahr verkaufen, 50 mehr als 2020. In den vergangenen Tagen hatten sie am Friedensweg in Alfter die Rasenflächen rund um die Christusstatue des Vorgebirgsrebellen Wilhelm Maucher gemäht und anschließend das getrocknete Gras mit einer Heupresse, die Günther Benz vom Motorradclub selber gebaut hat, zu Ballen verarbeitet.

Für fünf Euro das Stück fanden diese rasch Abnehmer, etwa an Pferdehalter oder Kleintierbesitzer. Die dadurch erwirtschafteten 350 Euro kommen wiederum der Arbeitsgruppe „Friedensweg“, angegliedert an den Förderverein „Haus der Alfterer Geschichte“ zugute, deren Sprecher Günter Benz ist.

Gedenkstätte für Friedensaktivisten

Geld, das die Arbeitsgruppe gut gebrauchen kann. Bekanntlich richtet sie derzeit eine Gedenkstätte für den Friedensaktivisten und Erfinder des Brombeerweins Rebellenblut Wilhelm Maucher (1903 bis 1993) auf dem Alfterer Friedhof ein, nachdem dessen Erben die abgelaufene Grabstätte im vergangenen Jahr aufgehoben hatten. Die Arbeiten hierzu laufen derzeit auf Hochtouren, sodass der Gedenkort wie geplant am 18. September mit einem Spaziergang „Rebellen op Jöck“, gemeinsam organisiert mit dem Förderverein „Buchstützen“ der Bücherei St. Matthäus, offiziell eingeweiht werden kann, so Benz.

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Nachdem nun rund um den Friedensweg alles abgemäht ist, kann sich hier nun die Natur erneuern, neue heimische Pflanzen wachsen, von denen natürlich auch die Insekten etwas von haben. Dass in diesem Jahr die Heuernte besonders üppig ausfiel, führte Benz auf den feuchten Frühling zurück. Er zeigte sich auch erfreut, dass alle Heuballen Abnehmer fanden. Dies sei nicht nur gut für die Nachhaltigkeit, sondern auch eine Wertschätzung für das Ehrenamt. Apropos Nachhaltigkeit: Statt eines lauten Rasenmähers, dessen Tank mindestens 25 Liter Kraftstoff frisst, setzten er und die Jungs von der „kuhlen Wampe“ auf einen Balkenmäher. Dieser verbrauche gerade mal drei Liter Treibstoff, sei leicht zu bedienen, leiser und die Arbeit damit sei sehr entspannend. Zudem würden dadurch die Tiere nicht so gefährdet. Besser noch sei eine Sense, so Benz, die setzt er in seinem Garten oder auf seiner Streuobstwiese gerne ein. Günter Benz verleiht seine Heupresse übrigens auch. Kontakt: Tel.: (0 22 22) 6 24 83; E-Mail: kontakt@friedensweg.info;