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Suche beendetFeuerwehr rettet vermissten Senior aus Alfter

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Mit einem Traktor wurde der Mann zum Hubschrauber transportiert.

Mit einem Traktor wurde der Mann zum Hubschrauber transportiert.

Ein Spaziergängerin fand den vermissten Senior am Mittwoch (3. Juni) lebend im Wald.

Die Suche nach dem 86-jährigen Senior in Alfter nahm am Mittwochnachmittag ein glückliches Ende. Eine Spaziergängerin entdeckte den Vermissten und seinen Hund – lebend. Jedoch hatte sich der Mann in einem Stacheldrahtzaun verfangen. Die Feuerwehr befreite ihn, der Mann kam mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus.

Fundort in der Nähe von Ramelshoven

Es war eine Meldung, die die Einsatzkräfte hoffen ließ: Gegen 16.40 Uhr schilderte eine Anruferin der Polizei, dass sie einen älteren Herrn aufgefunden habe. Dieser hänge jedoch in einem Weidezaun fest. Der Fundort liegt in der Nähe von Ramelshoven, am Rande einer Waldlichtung, zwischen dem Ende des Heppertswegs und dem Katzenlochbach. Die Feuerwehr eilte unter Führung von Wehrleiter Thorsten Ohm zur nächstgelegenen Adresse, der Burgstraße.

Der Rettungswagen, der Notarzt und der Rüstwagen der Feuerwehr fuhren auf dem schmalen Feldweg vor, so weit es ging. Die restliche Strecke mussten die Einsatzkräfte zu Fuß über einen matschigen Waldweg zurücklegen. Ihre Ausrüstung transportierte ein Landwirt mit einem Schmalspurtraktor. Die restlichen Einsatzkräfte blieben an der Burgstraße zurück und verfolgten das Geschehen mithilfe einer Drohne.

Der 86-Jährige musste bereits seit vielen Stunden in seiner misslichen Lage ausharren. Er war laut Vermisstenmeldung der Polizei am Vortag gegen 4 Uhr zu einer Gassi-Runde mit seinem Hund aufgebrochen. Üblicherweise fahre er dafür mit seinem Fahrrad von seinem Wohnort am Görreshof durch den Wald nach Swisttal-Heimerzheim.

Weil er nicht im Laufe des Vormittags zurückgekehrt war, meldeten die Angehörigen ihn als vermisst. Daraufhin startete die Polizei eine umfassende Suchaktion, an der sich auch Hundestaffeln und ein Hubschrauber beteiligten. Sie suchten ihn bis zum Einbruch der Dunkelheit. Da der Mann unter einer beginnenden Demenz leidet, gingen die Einsatzkräfte davon aus, dass er sich in einer hilflosen Lage befinden könnte.

Polizisten stellten das Fahrrad des Mannes sicher.

Polizisten stellten das Fahrrad des Mannes sicher.

In dem Gebiet, in dem er gefunden wurde, hatten sie einem Polizeisprecher zufolge nicht gesucht. Es liegt viel weiter südlich der vermuteten Strecke, der Mann hatte sich völlig verfahren. Er muss den Heppertsweg hinabgefahren sein und hatte sich mit seinem Fahrrad durchs Unterholz geschlagen, bis ihm der Stacheldraht zum Verhängnis wurde. Die Stelle ist von anliegenden Pfaden nicht einsehbar. Trotzdem entdeckte ihn eine Ramelshovenerin, die dort nach eigenen Angaben nur alle zwei Wochen vorbei komme. Der Mann hatte großes Glück – eine zweite Nacht hätte er womöglich nicht überlebt.

Er war ansprechbar, als die Feuerwehr eintraf, auch sein Hund war bei ihm. Die Polizei nahm den durstigen, aber putzmunteren hellbraunen Labradoodle in Obhut und brachte ihn zur Familie des Mannes. Die Rettungskräfte befreiten den Senior aus dem Stacheldraht und legten ihn auf eine Trage. In der Zwischenzeit war ein Rettungshubschrauber auf der Wiese gelandet. Mit dem Traktor fuhren sie den Versehrten herüber, der Hubschrauber brachte den Mann in eine Klinik. Anschließend traten die Feuerwehrleute den Rückweg an, die Polizei stellte das Fahrrad des Seniors sicher. Ihm gehe es den Umständen entsprechend gut, teilte ein Sprecher mit.

Große Erleichterung machte sich unter den Einsatzkräften breit: „Es ist die ureigenste Aufgabe der Feuerwehr, Menschen zu retten, dafür sind wir da. Deswegen freuen wir uns, dass wir wieder einem Alfterer Bürger das Leben retten konnten“, sagte Pressesprecher Michael Hesse. Er dankte auch dem Landwirt, der bei der Aktion half. Insgesamt waren etwa 30 Rettungskräfte beteiligt.