Ein Kater wird in einer Katzentoilette in Alfter ausgesetzt. Bei großer Hitze sind die Tierschützer in Troisdorf fassungslos über die Tat.
Tierheim TroisdorfKater bei Hitze in zugeklebtem Katzenklo ausgesetzt

In Alfter wurde ein Kater entdeckt, den Unbekannte in einer mit Klebeband verschlossenen Katzentoilette abgestellt und sich selbst überlassen hatten.
Copyright: Tierheim Troisdorf (Screen Shot)
Ein schockierender Fund im Rhein-Sieg-Kreis sorgt derzeit für großes Entsetzen: In Alfter wurde ein Kater entdeckt, den Unbekannte in einer mit Klebeband verschlossenen Katzentoilette abgestellt und sich selbst überlassen hatten. Das Tierheim Troisdorf machte den Vorfall am Sonntag, 16. August 2026, unter anderem auf der Plattform Instagram öffentlich und fand deutliche Worte.
Große Wut über lebensgefährliche Tat bei Hitze
Das Tierheim zeigte sich über die Tat fassungslos und stellte rhetorisch die Frage, ob ein solcher Vorfall wütend mache: „Absolut JA!“ Bei den herrschenden Temperaturen hätte die Situation für das eingesperrte Tier schnell tödlich enden können. Den Tierschützern falle „überhaupt kein Grund ein, vor allem bei diesen Temperaturen, so etwas zu tun“.
Gleichzeitig überwog nach dem Fund die Erleichterung darüber, „dass das Tier rechtzeitig gefunden wurde und wir nun alles dafür tun können, dass es ihm nur noch gut geht“.
Auch in den Kommentaren unter dem Beitrag des Tierheims ist die Empörung groß. Eine Nutzerin schreibt: „Armes Katerchen“ und fragt: „Was für Menschen tun so was?“ Eine andere Nutzerin wünscht dem Tier, dass es sich von dem „schlimmen Erlebnis“ erholt, und schreibt: „Ich wünsche dir süßer Schatz alles Gute“. Auch Hoffnung auf ein neues Zuhause für den Kater wird geäußert: „Och Männlein, er wird eine bessere Familie finden.“
Alltag im Tierschutz und Neuanfang für den Kater
Die Verantwortlichen machten in ihrem Beitrag auch auf die allgemeine Belastung im Tierschutz aufmerksam. „Der Alltag im Tierschutz ist leider von viel Wahnsinn geprägt. Und ein großer Bruchteil dieses Wahnsinns ist menschengemacht und absolut vermeidbar“, hieß es in der Mitteilung weiter. Dennoch blicke man nach vorn: „Für uns gilt wie immer: Ärmel hochkrempeln und den Fokus auf die Tiere richten.“
Für den Kater soll die Tortur nun der Beginn eines besseren Lebens sein. „Für den kleinen Mann soll's ab jetzt nur noch gut werden“, betonte die Einrichtung. Nach seiner Rettung zeigt sich das Tier bereits auf dem Weg der Besserung: „Die ersten Mahlzeiten haben ihm nämlich schon geschmeckt.“ Sobald der Kater vollständig untersucht und aufgepäppelt ist, soll für ihn ein dauerhaftes und liebevolles Zuhause gesucht werden.
