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Angriff auf Wallow44-Jähriger bedroht SPD-Politiker mit Schreckschusspistole

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Der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordneten Hans Wallow. (Archivbild)

Bonn – Ein 44-Jähriger hat nach Angaben der Polizei am Mittwoch den ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Hans Wallow (79) in seiner Wohnung in Bonn mit einer Schreckschusspistole bedroht. Wallow und seine Lebensgefährtin (38), die beide bei dem Gerangel leicht verletzt wurden, konnten den Mann, bei dem es sich um den Sohn eines Bekannten handelt, gemeinsam in Schach halten, bis die Polizei kam. Gegen den 44-Jährigen wird wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung ermittelt, erklärte ein Sprecher der Bonner Polizei am Freitag.

Das Amtsgericht Bonn habe seine vorübergehende Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik angeordnet. In die Ermittlungen wurde nach Angaben der Polizei auch der Staatsschutz einbezogen. Wallow hatte sich in diesem Jahr um den SPD-Vorsitz beworben. Der Mann habe schon mehrfach bei ihm geklingelt und auf ein Gespräch gedrängt, sagte Wallow der Deutschen Presse-Agentur. Am Mittwoch habe er darum gebeten, bei ihm zur Toilette gehen zu dürfen, und danach die Pistole gezückt. „Er sagte: „Endlich erwisch ich mal einen“, sagte Wallow.

Die „Scheißpolitiker“ seien für alles verantwortlich. Er habe ihm auch vorgehalten, dass er die Vergabe des Literaturnobelpreises an Peter Handke verteidigt hatte. Der 44-Jährige habe dann abgedrückt, aber es habe nur geklickt, berichtete Wallow. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin habe er den Mann bis zum Eintreffen der Polizei am Boden halten können. „Ich glaube nicht, dass das einen starken parteipolitischen Hintergrund hat“, so Wallow, „sondern eher, dass Leute ihre persönlichen Probleme auf Politiker fixieren und die dann so eine Art Freiwild werden.“ (wki/dpa)