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„Aufgabenprofil passte nicht“Heike Jüngling wird nicht neue Beigeordnete

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Heike Jüngling

Königswinter – Noch steht nicht fest, wer neuer Beigeordneter oder neue Beigeordnete der Stadt Königswinter wird. Aber dafür ist schon mal klar, wer es nicht wird – Schul- und Sozialdezernentin Heike Jüngling. Die 41-Jährige hat sich für den Spitzenposten in der Stadtverwaltung gar nicht erst beworben. Das bestätigte Jüngling am Mittwoch auf Anfrage der Rundschau. „Das Aufgabenprofil passte nicht“, sagte sie zur Begründung. Ihre Kernkompetenzen lägen in anderen Bereichen als die in der Ausschreibung verlangten.

Nach Angaben von Bürgermeister Peter Wirtz sind 21 Bewerbungen bei der Stadt eingegangen, die weit überwiegenden von Männern. Weitere Einzelheiten zu den Bewerbern wollte er nicht verraten. Er habe den Fraktionen die Unterlagen zukommen lassen, geplant sei eine erste Vorstellungsrunde im nächsten Hauptausschuss und die Wahl möglichst schon in der nächsten Stadtratssitzung. Wer von den 21 Bewerbern zur nichtöffentlichen Vorstellungsrunde eingeladen wird, entscheiden die Fraktionen. Gesucht wird ein Nachfolger für Ashok Sridharan, der zum Oberbürgermeister von Bonn gewählt worden ist.

Wie berichtet, hat sich die Spitzenpersonalie zum Politikum entwickelt, weil Bürgermeister Peter Wirtz und Sozialdezernentin Heike Jüngling privat ein Paar sind. Rechtlich wäre diese spezielle Doppelspitze laut Kommunalaufsicht zulässig, solange die beiden nicht verheiratet sind. Skeptiker vor allem in der CDU – Jüngling und Wirtz gehören der Partei an – und der SPD sehen die private Beziehung dagegen kritisch und fürchten Konflikte in der alltäglichen Arbeit. Dass Jüngling hervorragende Arbeit leistet, ist indes in der Königswinterer Kommunalpolitik unstrittig. Die Königswinterer Wählerinitiative (Köwi) hatte sich frühzeitig auf Jüngling als Wunschkandidatin festgelegt.

In der Ausschreibung hat der Stadtrat die Personalentwicklung, die Personalverwaltung, das Finanzwesen mit Kämmerei, das Controlling und die IT als Aufgabenbereich umschrieben. Damit war eigentlich schon klar, dass die Juristin Jüngling keine Chancen hat beziehungsweise haben soll. Sie ist in Königswinter zuständig für die Bereiche Ordnung, Schule, Jugend und Soziales.

Zu den Fragen, ob sie sich inzwischen schon woanders beworben hat (manch einer sieht sie bereits als neue Sozialdezernentin in der von Ashok Sridharan geführten Bonner Stadtverwaltung) und wie lange sie der Stadt Königswinter nun noch erhalten bleibt, wollte sich die 41-Jährige gestern nicht äußern. „Kein Kommentar.“ Jüngling-Unterstützer hatten die Befürchtung formuliert, sie könne schnell weg sein, wenn man ihr in Königswinter keine Perspektive biete...