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KorridorsanierungDer Bahnhof in Rhöndorf wird nicht rechtzeitig fertig

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Blick auf den Bahnhorf Rhöndorf, der zurzeit Baustelle ist.

Wird auf absehbare Zeit nicht komplett barrierefei zugänglich sein: Der Bahnhof in Rhöndorf.

Der Bahnhof in Rhöndorf, der für rund 16 Millionen Euro barrierefrei und modernisiert werden soll, wird nicht rechtzeitig bis 12. Dezember fertig.

Bei der sogenannten Korridorsanierung auf der rechtsrheinischen Bahntrasse gibt es die erste große Panne. Der Bahnhof Rhöndorf, den normalerweise an Werktagen rund 600 Reisende nutzen, wird nicht bis Mitte Dezember fertig, wenn die zurzeit gesperrte Trasse zwischen Troisdorf und Wiesbaden wieder in Betrieb genommen wird.

Weil es Probleme mit den Oberleitungen gibt, könne der Haltepunkt nicht wie geplant komplett barrierefrei ausgebaut werden. Das werde zu einem – nicht näher genannten – späteren Zeitpunkt passieren, teilte die Deusche Bahn mit. „Die pünktliche und sichere Inbetriebnahme der Strecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden im Dezember 2026 hat für die DB InfraGO oberste Priorität“, erklärte eine Bahnsprecherin.

Insgesamt 36 Bahnhöfe werden ausgebaut und attraktiver gestaltet

Mit Beginn der Vollsperrung am 10. Juli dieses Jahres auf der rechtsrheinischen Trasse hat die Bahn unter anderem die Modernisierung ihrer Bahnhöfe gestartet. In NRW gehören die Bahnhöfe Königswinter, Niederdollendorf und eben Rhöndorf dazu. Insgesamt 36 Stationen entlang der Strecke sollen „ausgebaut, attraktiver gestaltet und auf den neuesten Stand gebracht“ werden, so die Bahn. In Bad Honnef baut der Konzern sogar einen komplett neuen Haltepunkt in Höhe der Endhaltestelle der Stadtbahnlinie 66.

Der rund 16 Millionen Euro teure Umbau in Bad Honnef-Rhöndorf sieht unter anderem vor, den Mittelbahnsteig an den Gleisen 2/3 durch zwei neue Aufzüge und eine neue Unterführung barrierefrei erreichbar zu machen. Dafür seien auch Arbeiten im Bereich der Oberleitungen nötig, schreibt die Pressestelle der Deutschen Bahn.

Aber: „In den vergangenen Wochen stellte sich im Zuge der tiefergehenden Oberleitungsplanungen heraus, dass der Umbaubereich hierfür weitaus größer ist als bislang geplant. Unter Berücksichtigung des Gesamtbauablaufplans für die Korridorsanierung stehen zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht genügend Kapazitäten zur Verfügung, um diese zusätzlichen Arbeiten umsetzen zu können. Die fristgerechte Wiederinbetriebnahme des Bahnhofs und der Strecke wäre daher nicht möglich.“

Auf Nachfrage zu Details und eventuellen Reservekapazitäten von Unternehmen erklärte die Bahnsprecherin, bei der „vertieften Planung“ habe sich gezeigt, dass „mengenmäßig mehr Masten und mehr Tragseile erneuert und angepasst“ werden müssten als kalkuliert. Für das Gesamtprojekt sei der Bauplan „eng getaktet“. Und die Baumaterialien seien auf den ursprünglichen Bauplan ausgelegt.

Treppenstufen führen zu den Bahngleisen.

Von Barrierefreiheit keine Spur: Der bisherige Aufgang zu den Gleisen 2 und 3 am Bahnhof Rhöndorf.

Da die pünktliche Freigabe der Strecke am 12. Dezember für die Bahn Vorrang hat, könnten in Rhöndorf die Aufzüge und die Unterführung erst „zu einem späteren Zeitpunkt“ gebaut werden. Der Mittelbahnsteig mit den Gleisen 2/ 3 werde demnach vorerst weiter nicht stufenfrei erreichbar sein.

Immerhin: Den Bahnsteig 1 könnten Fahrgäste ab Dezember über eine Rampe barrierefrei erreichen. Und die Bahn versichert: „Die weiteren geplanten Maßnahmen werden selbstverständlich umgesetzt.“ Nur wann, ist vorerst offen. Die Nachfrage der Redaktion, ob für die weiteren Arbeiten eine erneute Sperrpause nötig ist, die in der Regel einen mehrjährigen Vorlauf brauchen, ließ die Bahnsprecherin zunächst unbeantwortet.

Verwahrlosten Bahnhof in Rhöndorf als „Lost Place" bezeichnet

Für die Barrierefreiheit in Rhöndorf hatten sich in den vergangenen Jahren nicht nur Politik und Verwaltung der Stadt Bad Honnef stark gemacht, sondern ganz besonders auch Schüler des in Rhöndorf ansässigen Nell-Breuning-Berufskollegs, einer Berufsschule für körperlich eingeschränkte Menschen.

NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) hatte im Dezember 2025 persönlich den Förderbescheid über 16,5 Millionen Euro in Rhöndorf an die DB InfraGO übergeben. Der Geschäftsführer von go.Rheinland, Norbert Reinkober, hatte gesagt, es gebe kaum ein besseres Beispiel für einen „Lost Place“ als den maroden und verwahrlosten Bahnhof in Rhöndorf.

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Alle anderen Bauarbeiten bei dem Großprojekt „rechter Rhein“ liegen unterdessen nach Angaben der Bahnsprecherin aktuell im Zeitplan. „In den ersten Wochen der intensiven Bauzeit standen im nordrhein-westfälischen Bauabschnitt zwischen Troisdorf, Bonn und Bad Honnef insbesondere die Brücken entlang der Strecke im Fokus.“

Dazu gehörte die neue Fußgängerunterführung an der Drachenfelsstraße in Königswinter, auf die man in der Altstadt gute 20 Jahre gewartet hatte, die aber erst im Herbst 2028 komplett fertig ist, wenn auch die Stadt ihren Teil gebaut hat.