Die Stadt Bad Honnef hat auch vor der Grundschule in Rhöndorf eine Schulstraße eingerichtet. An anderen Stellen hat sie gute Erfahrungen gemacht.
Gegen ElterntaxisDie Stadt Bad Honnef weist vor der Grundschule in Rhöndorf eine Schulstraße aus

Für Autos und damit für Elterntaxis ist die Karl-Broel-Straße vor dem Grundschulstandort in Rhöndorf morgens und mittags gesperrt.
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Es war vielleicht so etwas wie der Vorführeffekt, aber es machten am Mittwochmorgen nur zwei oder drei Autofahrer Anstalten, in die Karl-Broel-Straße zu fahren, um ihre Kinder direkt vor der Grundschule abzusetzen. Die Straße ist seit gestern morgens und mittags für Autofahrer gesperrt, weil vor dem Grundschulstandort in Rhöndorf offiziell eine Schulstraße ausgewiesen ist. Die berüchtigten Elterntaxis sollen so unterbunden werden.
Er sei „froh“, dass nun auch vor der Rhöndorfer Dependance der Löwenburgschule die Straße gesperrt ist, sagte Schulleiter Martin Wilke, der zusammen mit Bürgermeister Otto Neuhoff vor Ort war. Vor dem Hauptstandort an der Rommersdorfer Straße, wo sich auch das städtische Siebengebirgsgymnasium befindet, gibt es die Schulstraßenregelung schon seit einem Jahr. Und da die Erfahrungen dort bei beiden Schulen positiv waren, gilt die Schulstraße in Rommersdorf dauerhaft.
Testphase an der Grundschule in Aegidienberg um ein Jahr verlängert
In Rhöndorf startete dagegen nun wie auch an der Erzbischöflichen Gesamtschule St. Josef (Königin-Sophie-Straße) erstmal eine einjährige Versuchsphase. Schilder weisen auf die Durchfahrtsverbote mit den Uhrzeiten morgens und mittags hin. Eine Sperrbake, die vermutlich gestern in Rhöndorf zusätzlich einige Elterntaxis von einer Durchfahrt abschreckte, stand dort nur zum Auftakt. In Aegidienberg (Theodor-Weinz-Grundschule) hat die Stadt die Testphase um ein Jahr verlängert.
70 Kinder besuchen laut Martin Wilke die Grundschuldependance an der Karl-Broel-Straße. Er hat dort nach eigener Aussage schon gefährliche Situationen erlebt. Viele Eltern führen auch nicht langsam. Das Verbot sei „eine tolle Sache für die Kinder“, sagte eine seiner Kolleginnen. Die weitaus meisten Schülerinnen und Schüler kamen am Mittwoch alleine zu Fuß oder in Begleitung eines Elternteils.
Auf ungeteilte Zustimmung stößt die Neuregelung nicht. Die dreifache Mutter Anna, die ihren vollen Namen nicht veröffentlicht haben möchte, kommt aus Königswinter und brachte gestern eines ihrer Kinder zur Schule. Eine weitere Tochter soll an diesem Donnerstag (28. August) ebenfalls in Rhöndorf eingeschult werden. Natürlich sei auch sie für den Schutz der Kinder, betonte Anna.

ine Hol- und Bringzone hat Stadt in Rhöndorf eingerichtet.
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Für sie mit drei Kindern sei die Regelung jedoch mit noch mehr Zeitaufwand verbunden. Und sie sei stets langsam in die Straße eingefahren. Die Stadt Bad Honnef sollte sich vielmehr Gedanken über die Verkehrsführung in Bad Honnef insgesamt machen.
Die eigens ausgeschilderte „Hol- und Bringzone“, die ein Stück unterhalb der Schule gegenüber der Rhöndorfer Bahnunterführung eingerichtet wurde, half der dreifachen Mutter am Mittwoch auch nicht weiter. Sie war durch ein Motorrad und einen Pkw mit Berliner Kennzeichen zugeparkt.