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Open-Air-FestivalZu R(h)einspaziert auf der Insel Grafenwerth am besten zu Fuß oder mit dem Rad

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Zuschauer vor einer Konzertbühne, auf der ein Band spielt.

Beste Stimmung auf Grafenwerth 2025 beim Auftritt der Band Druckluft.

Das Open-Air-Festival R(h)einspaziert auf der Bad Honnefer Insel Grafenwerth ist diesmal schwerer zu erreichen. Zu Fuß oder mit dem Rad geht's aber.

Das „Umsonst-und-draußen“-Festival R(h)einspaziert auf der Insel Grafenwerth, zu dem bei gutem Wetter traditionell über den Tag verteilt mehrere tausend Menschen kommen, ist in diesem Jahr schwerer zu erreichen: Wegen der Korridorsanierung der Deutschen Bahn fahren auf der rechtsrheinischen Trasse überhaupt keine Züge. Die Parkplätze an der Endhaltestelle der Stadtbahnlinie 66 haben sich wegen der Großbaustelle auf rund 100 halbiert.

Und die Stadtbahnen der 66 selbst fahren wegen des Ausfalls vieler Wagen bei den Stadtwerken Bonn (SWB) zwischen Hauptbahnhof und Bad Honnef gar nicht. Stattdessen sind als Ersatz ab Ramersdorf Busse mit der Kennzeichnung „BE 66“ im Einsatz. Der entscheidende Tipp: „Am einfachsten habt ihr es mit dem Rad oder zu Fuß“, empfiehlt der Stadtjugendring Bad Honnef mit seinem Vorsitzenden Marius Nisslmüller.

Bewährte Mischung aus Familienfest und Konzerten

Die ehrenamtlichen Organisatoren warten am Samstag, 5. September, bei R(h)einspaziert 2026 mit der bewährten Mischung aus Familienfest und Live-Konzerten auf. Schon ab 10 Uhr können Kinder, Jugendliche und Familien beim Kinderflohmarkt ihre ausgemusterten Spielsachen oder zu klein gewordene Kleidung anbieten.

Um 14 Uhr startet der Familiennachmittag, bei dem alle Mitgliedsvereine des Stadtjugendrings an 20 Stationen Angebote zum Mitspielen, Ausprobieren und Erkunden auf die Beine stellen. Mit einer kostenlosen Laufkarte können Kinder und Jugendliche Stempel sammeln und mit mindestens fünf errungenen Stempeln an einer Verlosung teilnehmen.

Um 14.30 Uhr tritt die Zirkus-Abteilung des TV Eiche auf, um 16.45 Uhr wird das Basketball-Team der Dragons Rhöndorf vorgestellt. Um 17.15 Uhr macht Max Scheer den Auftakt zum Konzertabend. Der Singer-Songwriter ist Gewinner des 2025 erstmals vergebenen Bad Honnefer Kleinkunstpreises.

„Es ist uns als Jugendring besonders wichtig, jungen Künstlerinnen und Künstlern aus der Region die Chance zu geben, vor großem Publikum zu spielen“, erklärt in einer Mitteilung Stadtjugendring-Vorsitzender Marius Nisslmüller. „Dass sich bei uns rund 40 Bands dafür beworben haben, zeigt, wie lebendig die Nachwuchsszene ist.“

Die Musiker einer Band.

Topact bei Rheinspaziert 2026: Miljö.

Um 18.30 Uhr folgt der Auftritt von „Hieu“, ebenfalls ein Newcomer, der in seinen Songs „vom Erwachsenwerden, der Suche nach Freiheit und dem eigenen Platz in der Welt“ erzähle . Ab 19.45 Uhr steht die Band Aluis auf der Bühne, die laut Veranstalter „mit ihrem eigenständigen Sound zwischen Pop und Singer-Songwriting überzeugt und dem Programm eine ganze eigene Note verleiht“.

Um 21 Uhr folgt als Topact die Band Miljö, die mit Songs wie „Su lang de Leechter noch brenne“ weit über Köln hinaus bekannt ist und die für „eine Mischung aus Pop, Akustik und kölschem Lebensgefühl“ stehe. Den Abschluss (ab 22.15 Uhr) macht die Band Planschemalöör, die für „eine neue Generation unter den jungen kölschen Bands“ stehe und nach einem „umjubelten Auftritt im vergangenen Jahr“ auf die Insel Grafenwerth zurückkehre.

Apropos Insel: Weil sie im Landschaftsschutzgebiet liegt, muss der Stadtjugendring seit ein paar Jahren strenge Auflagen erfüllen. Beispielsweise was die Lautstärke und die Lichteffekte angeht, es dient dem Schutz der Vögel und der Fledermäuse. Die Allee auf der Ostseite der Insel muss gesperrt werden; Besucher werden dringend gebeten, die Absperrungen zu beachten. Schließlich finde R(h)einspaziert nur aufgrund einer Ausnahmegenehmigung statt.

Und schließlich geht wie jedes Jahr der Appell an die Besucherinnen und Besucher, auf das Mitbringen von Speisen und Getränken weitgehend zu verzichten und dafür die Angebote der Veranstalter zu nutzen. Das Festival finanziere sich komplett über den Verkauf sowie durch Spenden und Zuschüsse. „R(h)einspaziert lebt vom Engagement der vielen Freiwilligen – und davon, dass unsere Gäste unser Angebot an den Ständen nutzen“, betont Festivalleiter Moritz Zummack. „Nur so können wir das Festival auch in Zukunft umsonst und draußen anbieten.“