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Drachenfelsbesucher schlug AlarmWaldbrand im Siebengebirge ausgebrochen

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Bad Honnef – Einem aufmerksamen Besucher des Drachenfelsplateaus in Königswinter ist womöglich zu verdanken, dass am Samstagnachmittag ein Waldbrand im Naturschutzgebiet Siebengebirge keine größeren Ausmaße angenommen hat. Im Bad Honnefer Wald brannte es auf rund 2000 Quadratmetern Fläche; die Freiwillige Feuerwehr war bei tropischen Temperaturen mehrere Stunden im Einsatz.

Es war für die Kräfte allerdings nicht ganz einfach, den Brand ausfindig zu machen , der schließlich jenseits des Schmelztals (L 144) in einem der schmalen Täler (Siefen) entdeckt wurde, wie sie das Siebengebirge prägen. Noch schwieriger war es für die am Ende 65 Einsatzkräfte, die Löschwasserversorgung sicherzustellen: Zwei Tanklöschfahrzeuge aus Königswinter und Bad Honnef, die je rund 4000 Liter fassen, mussten zwischen Rottbitze und der Florianshütte pendeln, um das Löschwasser zu liefern. Die Feuerwehrleute mussten zudem rund 800 Meter Schlauchleitungen bis zu dem Siefen legen, der weitab von einem Wanderweg liegt. Wie der Brand an der Stelle entstehen konnte, ist völlig unklar.

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Wie Bad Honnefs Feuerwehrsprecher Björn Haupt der Rundschau sagte, hatte der Drachenfelsbesucher gegen 15.20 Uhr Rauch aus dem Wald gesehen und die Leitstelle informiert. Da der Brand nur ungefähr lokalisiert werden konnte, wurde zuerst im Bereich Rhöndorf gesucht. Nach zwei Alarmstufenerhöhungen entdeckten ihn die Einsatzkräfte schließlich etwa eine Stunde später viel weiter südlich jenseits der Schmelztalstraße an dem steilen Hang.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Bad Honnef versorgte die 65 Einsatzkräfte mit gekühlten Getränken. (csc)