Band „Black Lemon“Faible für besondere Orte

Der Güterschuppen am Niederdollendorfer Bahnhof – für die Jungs von “Black Lemon“ ein Goldstückchen: Florian Heupel, Patrick „Pätsche“ Kirsch, Max Pöttker und Makoto Kiyose (v.l.n.r.).
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Königswinter – Die Jungs von „Black Lemon“ mögen unkonventionelle Plätze. Orte, die nicht jeder kennt, aber doch irgendwie eine gewisse Anziehungskraft haben – wie einer der Güterschuppen am Niederdollendorfer Bahnhof. Der Song „Stadtgold“ auf der Platte „Neuanfang“, die voraussichtlich noch in diesem Jahr erscheinen wird, beschreibt die Gefühle der vier Jungs, die sie an solchen Orten haben.
„Mittlerweile leben wir in unterschiedlichen Städten. Doch überall finden sich solche besonderen Ecken, ja Goldstückchen“, reißt Flo Heupel (24) den inhaltlichen Kern des Lieds an. Er ist der Drummer der Band, kümmert sich aber mit Bassist Patrick „Pätsche“ Kirsch (25) um die meisten Texte. Gitarrist Makoto Kiyose (24) sowie Sänger und Gitarrist Max Pöttker (24) unterstützen auf musikalischer Seite.
Mit der „Drei Flocken Oper“ wollen die Initiatoren Patrick Kirsch und Florian Heckmann für kleines Geld (drei Euro) im Bonner „Namenlos“, Bornheimer Straße 20, Konzerte mit Nachwuchsacts auf die Beine stellen. „Unser Ziel ist es damit auch, die Kultur in Bonn wieder etwas zu beleben.“
Bei der Auftakt-Veranstaltung an diesem Freitag, 7. November, spielen dort „Black Lemon“ und „As a Ghost“ aus Köln. Am 28. November gastieren die Bonner Bands „Danu“ und die „Smashbrothers“ in der Location. Am 12. Dezember ist ein Konzert mit dem Hennefer Trio „Reverse Reaction“ und dem Britpopper Thomas Allan aus Erkelenz geplant. Alle Veranstaltungen beginnen um 20 Uhr. (sli)
Seit gut fünf Jahren gibt es die Band. Eine „Schnapsidee“ führte 2009 in einer Phase zu ihrer Gründung, in der die Abiturprüfungen am Oberpleiser Gymnasium am Oelberg anstanden. Mit dem gleichnamigen Cocktail habe der Bandname nichts zu tun, betonen die Vier. Stattdessen solle er eher auf die rockige, aber auch gleichzeitig sommerlich-warme Attitüde der Songs hinweisen. Zunächst waren die Texte englischsprachig, nach dem Kontakt mit „Revolverheld“-Produzent Clemens Matznick, in dessen Berliner Studio sie schon zwei Lieder aufnehmen durften, wechselte die Gruppe in den Deutschrock. Vor allem auf Bühnen in der Region sind die Musiker regelmäßig zu sehen, aber auch nach München und Essen zog es die Truppe bereits. An diesem Freitag, 7. November, gastiert sie im Rahmen der ersten Ausgabe der „Drei Flocken Oper“ ab 20 Uhr im Bonner „Namenlos“ (siehe Infokasten).
Trotz der vielen Erfahrungen, die die Vier mit dem Bandprojekt sammeln können, konzentrieren sich die Mitglieder derzeit vor allen Dingen auf ihre Ausbildungen. Max absolviert ein Wirtschaftsingenieurstudium und eine Pilotenausbildung in Mönchengladbach und Saarbrücken, Pätsche ist angehender Veranstaltungskaufmann in Köln, Makoto studiert Medizin in Frankfurt, und Flo legt gerade in Bonn die Basis für eine Beamtenlaufbahn im öffentlichen Dienst mit Schwerpunkt Rechtswissenschaften. An den Wochenenden kommen sie aber immer wieder zusammen, proben und komponieren neue Songs.
Auch Songaufnahmen konnten „Black Lemon“ für ihre EP jetzt realisieren. Im Brühler „Passwort Cultra“ unterstützte sie Tonmeister Danik Wulf dabei. Vier Lieder werden insgesamt auf dem ersten deutschen „Black Lemon“-Tonträger zu hören sein, neben „Stadtgold“ und einer Überraschungs-Live-Aufnahme vom diesjährigen Bad Honnefer „R(h)einspaziert“-Festival auch „Unendlich sein“ und der Titelsong „Neuanfang“.
Warum dieser EP-Titel? „Wir sind auf jeden Fall etwas rockiger geworden“, erklärt Max. Und Pätsche ergänzt: „Wir befinden uns aktuell auch persönlich in einer Phase, in der wir gerne neue Wege ausprobieren. Der Name ist ebenso als Appell gedacht für die, die sich in einer ähnlichen Situation befinden.“
Salomon Rehbein, ein guter Freund der Gruppe, hat das Cover entworfen. Schon jetzt kann das Werk auf der Band-Homepage vorbestellt werden.
www.black-lemon.eu
