Varietéspektakel vom Feinsten„Le Cirque“ im Pantheon bietet beste Unterhaltung

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Sekt oder Selters? Die Allround-Künstlerin Silea balanciert auf unnachahmliche Art auf verschiedenen Glasbehältern. Außerdem tritt sie als Bauchrednerin und Komikerin auf.

Sekt oder Selters? Die Allround-Künstlerin Silea balanciert auf unnachahmliche Art auf verschiedenen Glasbehältern. Außerdem tritt sie als Bauchrednerin und Komikerin auf.

Bonn – Träumen, sich verzaubern lassen und die Welt aus einer anderen Perspektive sehen – das alles ist möglich bei der 11. Ausgabe des Varietéspektakels „Le Cirque“ im Pantheon. Eine Ode an den Zirkus haben sich Gesamtleiter Stephan Masur und Regisseur Marco Noury diesmal für ihre Gäste ausgedacht und kreierten gemeinsam mit den sieben Artisten fantastische Momente des Staunens, Wunderns und der Freude.

Dabei ist für jeden Geschmack etwas dabei. Neben ausgeklügelten Artistennummern präsentierte „Le Cirque“ auch urwitzige Komik, Humor pur und turbulente Choreographien, nicht zu vergessen die anrührende Hintergrundgeschichte über Stephan Masurs Liebe zum Zirkus, die er humorvoll, mit einer Prise Ironie und gleichzeitig viel Herzwärme erzählt.

Ein Augenblick magischer Schönheit

Auf eine wundersame Reise nimmt die Zuschauer der quirlige Zirkusdirektor Gerrit Hericks mit, der in die Fußstapfen von Hugh Michael Jackman aus dem Kinofilm „The greatest Showmen“ tritt und emotionsreich über das wechselhafte Schicksal des Zirkus singt. Dass der gebürtige Westfale sonst auf den Bühnen des Musicals Zuhause ist, wird bei der Stimmgewalt des Sängers schnell deutlich. Etwas leisere Töne schlägt hingegen Stephan Masur selbst an, wenn er mit seinen Seifenblasen bildschöne schillernde Gebilde schafft, ein Miniatur-Riesenrad entstehen lässt und einen Augenblick magischer Schönheit erzeugt. Schade, dass diese filigranen Kunstwerke nicht für die Ewigkeit bestimmt sind.

Stephan Masur, Chef des siebenköpfigen Varieté-Ensembles „Le Cirque“, übt sich in der Kunst des Seifenblasens.

Stephan Masur, Chef des siebenköpfigen Varieté-Ensembles „Le Cirque“, übt sich in der Kunst des Seifenblasens.

Mit einem Kunststück ganz anderer Art punktet der charismatische Hundeflüsterer Rodrigue Funke. Hier kommen Tierfreunde voll auf ihre Kosten, wenn der Artist mit seinem vierbeinigen Freund das Verhältnis von Mensch und Hund voller Spielfreude, Witz und Charme darstellt. In akrobatische Höhenflüge begibt sich hingegen Regisseur und Strapatenkünstler Marco Noury, der die Schwerkraft förmlich außer Kraft setzt und schier schwerelos durch die Lüfte zu schweben scheint – eine Nummer voller Ästhetik und einzigartiger Körperkunst.

Varietéspektakel vom Feinsten

Dies gilt auch für den Kontorsions-Artisten Tigris. Ob er wohl auch Knochen in seinem Körper besitzt? Das fragt sich der Betrachter während seiner artistischen Glanzleistungen häufig und Tigris versetzt den Beobachter wahrlich in Staunen. Mühelos verdreht er seinen Rumpf und seine Extremitäten in die verschiedensten Richtungen und sorgt im Publikum für viel Applaus.

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Den erntet auch die Allround-Künstlerin Silea, die auf dem Drahtseil, als Bauchrednerin und als Komikerin brilliert. Ganz zu schweigen von ihrem Flaschenlauf, bei dem die zierliche Artistin auf verschiedenen Glasbehältern balanciert und dabei artistische Kunststücke absolviert. Am Diabolo begeisterte Jonas Alich, der das Spiel der Jonglage beeindruckend beherrschte. Kurzum: ein Varietéspektakel vom Feinsten!

Die Varieté-Show „Le Cirque“ läuft fast durchgehend im Pantheon, Siegburger Straße 42, bis zum 31. August, Beginn ist jeweils um 20 Uhr. Karten zum Preis von 19,50/ermäßigt 15,50 Euro gibt es bei allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie beim Pantheon unter der Rufnummer (0228) 21 25 21 oder unter www.pantheon.de.

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