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Show im GOP-VarietétheateDie Gute-Laune-Kurve steigt schnell an

3 min

Die schöne Ukrainerin Oksana wechselt In kürzester Zeit ihre Tanz- und Abendkleider. Vadim ist ihr Tanz- und Akrobatikpartner.

Bonn – Der Portier in Zylinder und weitem Radmantel, der Concierge verschwiegen, aber mit den besten Ausgehtipps, das Zimmermädchen mit weißem Häubchen in der Frisur – so stellt man sich ein Grand Hotel vor. In diese Atmosphäre plüschiger und verstaubter Eleganz entführt die neue Show im Bonner Varietétheater GOP: „Grand Hotel – Stets zu Diensten!“, und geschildert werden die Vorbereitungen für die Silvestergala in der Nobelherberge.

Bevor es auf der Bühne richtig los geht, mischen sich die Stereo Sisters Anouschka und Anina Doinet unters Publikum und singen einigen Zuschauern kleine fröhliche Melodien ins Ohr. Dieser Flüstergesang ist wie ein Hörtest beim Ohrenarzt, nur dass einem kein Zettel mit Testkurven mitgegeben wird. Aber dafür steigt die Gute-Laune-Kurve.

Viel Trubel

Derweil geht es vor dem Vorhang zu wie in einem Stück von George Feydeau: Ständig klappern Türen, läuft einer hin und her, klingelt das Telefon. Bis der Concierge, gespielt von Gilles le Leuch, die Mitarbeitertruppe anweist, sich doch bitte endlich auf die Gala vorzubereiten, bei der alles perfekt sein müsse. Doch es kommt anders: Statt des Staubwedels regiert in der Lobby das Chaos.

Der Boy jongliert auf langen Stangen mit gefüllten Schnapsgläsern, balanciert einen Karton mit Eiern auf dem Kinn und benutzt Tennisschläger als Gitarre und Jonglierwerkzeuge. Dazu kann er auch noch Stepptanz. Sergey Maslennikov ist dieser Tausendsassa; Besucher des Circus Roncalli kennen ihn als Mitglied des Clownensembles. Das Zimmermädchen Caroline Schroeck putzt nicht nur wie wild, sondern arbeitet ebenso munter am Trapez.

Showzeiten

Die Show „Grand Hotel – Stets zu Diensten“ läuft bis zum 1. März im GOP-Varietétheater, Karl-Carstens-Straße 1. Die Vorstellungen finden von Mittwoch bis Sonntag statt. (dbr)

www.variete.de

Sie ist die Frau von Gilles le Leuch. Beide haben die Varietészene der 90er-Jahre geprägt, und da ist es kein Wunder, dass auch Tochter Gwenadou Schroeckleloeck das Artisten-Gen mitbekommen hat. Sie bewirbt sich im Grand Hotel als Aushilfe, wird aber mit einem Gast verwechselt und in der Suite einquartiert.

Als die für die Gala engagierten Künstler nicht kommen, weil sie im Schnee stecken geblieben sind und die Angestellten daher selbst für das Unterhaltungsprogramm sorgen müssen, zeigt sie ihr Talent mit Hula-Hoop-Reifen.

Diabolo am Bühnenhimmel

Papa Gilles holt derweil das Diabolo heraus und lässt es in den Bühnenhimmel wirbeln. Auch das Paar aus Zimmer 3, Oksana und Vadim, gesellt sich dazu und demonstriert, wie schnell es Tanz- und Abendgarderobe wechseln kann: Hastenichtgesehen, und schon hat Oksana ein anderes Kleid an, lässt sich von Vadim im flotten Tanzrhythmus drehen, verschwindet für Sekunden in einer Telefonzelle und kommt frisch gestylt wieder heraus.

Bei Roman Khaperskiy und Anastasia Sopilniak geht es etwas ruhiger, dafür noch spektakulärer zu: Sie sind Meister der Partnerakrobatik, der eine macht Handstand auf dem anderen, wobei die zierliche 21-Jährige den 43 Jahre alten Muskelmann mit scheinbarer Leichtigkeit trägt.

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Die drei Köche schließlich sind nicht nur flink in der Küche, sondern haben auch drei Sterne für ihre Stelzenakrobatik verdient. Als Stelzen dienen dem russischen Trio Jump’n’Roll biegsame Power Hoppers, mit denen sie über die Bühne hüpfen, Salto schlagen und auch Seil springen können.

Die Show ist wie ein Musical angelegt, so dass die Stereo Sisters mit ihrem Gesang für retardierende Momente im flotten Gesamtwerk sorgen. Am Ende prosten sich alle aufs neue Jahr zu: Zwei Monate wird nun in Bonn Silvester gefeiert, und das Publikum macht fröhlich mit.