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Von Starkino bis Zeichentrick35. Internationale Stummfilmtage bieten buntes Programm

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Ein besonderes Erlebnis für Kinofans sind die Open-Air-Aufführungen im Arkadenhof der Universität.

Bonn – Mit den beiden Kurzfilmen „Madame in Nöten“ und „Emanzipation der Frauen“ von Kinopionierin Alice Guy dem Streifen „Gleiche Moral“ mit Greta Garbo werden heute ab 21 Uhr im Arkadenhof der Universität Bonn die 25. Stummfilmtage, das größte deutsche Stummfilmfestival, eröffnet.

Bis Sonntag, 25. August, lädt das Bonner Sommerkino wieder zum Entdecken von Raritäten ein, die bei den Open-Air-Vorführungen von renommierten Stummfilmmusikern begleitet werden. In diesem Jahr gibt es eine Änderung: Weil der Veranstaltungssaal im LVR-Landesmuseum wegen Umbauarbeiten nicht zur Verfügung steht, findet das Rahmenprogramm an den Sonntagnachmittagen im Kulturzentrum Brotfabrik in der Kreuzstraße 16 statt.

Thematisierung von Gleichstellung und Diskriminierung

Das Kulturzentrum ist Heimat des Fördervereins Filmkultur Bonn, der die Vorbereitungen für die 35. Internationalen Stummfilmtage gerade abgeschlossen hat. Das Programm, das Stefan Drößler, Festivalgründer und Leiter des Münchner Filmmuseums, zusammengestellt hat, setzt auf auf Internationalität und Vielfalt. Die Zuschauer können sich zum Beispiel auf eine chinesische Komödie freuen, die sich zum Kriegsmelodram wandelt, und auf ein spektakuläres deutsches Bergdrama, das im Schnee der Schweizer Alpen spielt. Auch amerikanisches Starkino und frühe Zeichentrickfilme aus Frankreich werden gezeigt.

Förderer und Unterstützer

Die „35. Internationalen Stummfilmtage – Bonner Sommerkino“ werden veranstaltet vom Förderverein Filmkultur Bonn in Kooperation mit dem Filmmuseum München, der Universität Bonn und der Bonner Kinemathek. Unterstützt wird das Filmevent außerdem von der Stadt Bonn, der Film- und Medienstiftung Nordrhein-Westfalen und der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien (BKM). (EB)

Mit Werken über die Gleichstellung der Geschlechter oder die Diskriminierung Homosexueller greifen die Stummfilmtage auch wieder aktuelle Themen auf. Die Auftaktfilme am Donnerstagwerden von dem Londoner Musiker Stephen Horne am Flügel sowie auf Akkordeon und Querflöte begleitet.

Auf den Spuren alter Filmpaläste

Im Rahmenprogramm an den Sonntagnachmittagen im Kulturzentrum Brotfabrik präsentiert zuerst die Regisseurin Katja Raganelli ihr filmisches Essay über Alice Guy. In weiteren Vorträgen geht es um die Anfänge von Technicolor und das Bauhaus im Film.

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Am Mittwoch, 21. August, beginnt eine neue Kooperation: StattReisen Bonn lädt erstmals zu einer Führung durch die Innenstadt ein, bei der die Teilnehmer mit Stefan Drößler auf den Spuren früherer Kinopaläste und Filmtheater wandeln können. Weitere Infos zum Festivalprogramm gibt es im Internet. Für die Veranstaltungen in der Brotfabrik können Eintrittskarten zum Preis von 7, ermäßigt 5 Euro unter der Telefonnummer (0228) 47 84 89 oder auf der Internetseite www.bonnerkinemathek.de gebucht werden. Die Teilnahme am Stadtspaziergang zur Bonner Kinogeschichte ist ebenso kostenlos wie der Eintritt zu den Vorführungen im Arkadenhof. Um Spenden wird aber gebeten. (wki)

www.internationale-stummfilmtage.de