In Bornheim ist mitten in der Nacht eine Lagerhalle in Flammen aufgegangen. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz.
100 Einsatzkräfte vor OrtLagerhalle in Bornheim brennt vollständig aus – Großeinsatz der Feuerwehr

In Bornheim Hersel brannt eine Lagerhalle komplett aus. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in den Vormittag hin.
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Es war kurz vor vier Uhr am frühen Dienstagmorgen (28. Juli), als Anwohner in Bornheim und in Bonn-Buschdorf ein gewaltiges Feuer in der Nähe der Elbestraße in Bornheim-Hersel sahen. Die Flammen schlugen teils zehn Meter und höher.
Die Anwohner alarmierten die Feuerwehr. Wenig später sahen dann auch die Feuerwehrleute auf dem Weg zur Einsatzstelle das Inferno. Auf dem Lagerplatz eines Bauunternehmers war aus bisher noch nicht geklärter Ursache das Material – die Werk- und Wertstoffe auf einer Fläche von etwa 50 mal 50 Metern in Brand geraten. „Und mittendrin im Flammenmeer stand ein Kran“, erklärte Ulrich Breuer, Sprecher der Feuerwehr Bornheim. Zunächst habe die Feuerwehr nicht ausschließen können, dass dieser Kran aufgrund der Hitze an Stabilität verlieren und dadurch sogar umfallen könnte.
Massive Rauchentwicklung: Nina-Warnung für Bornheim und Umgebung ausgelöst
Doch diese Befürchtung bewahrheitete sich nicht. In schwerem Atemschutz wurde das Feuer von allen Seiten und über zwei Drehleitern gelöscht. Der Einsatz stand unter der Leitung von Helmut Ost aus Bornheim. Zum Schutz der Bevölkerung und aufgrund der massiven Rauchentwicklung wurde noch in der Nacht die Nina Warnapp ausgelöst.
Die Bevölkerung in Brandnähe wurde gebeten ihre Fenster und Türen geschlossen zu halten und Klimaanlagen und Lüftungen auszuschalten. Aus Sicherheitsgründen hatten die zuständigen Polizeibeamte zudem die Straßen in der Nähe des Brandereignisses gesperrt und den Verkehr weiträumig umgeleitet. Davon betroffen war auch der Schienenersatzverkehr der Linie 16.
Ablöschen der Glutnester in Bornheim war sehr aufwendig
An der Einsatzstelle trafen derweil immer mehr Feuerwehrleute ein. „Zeitweise waren etwa 80 Feuerwehrleute hier gleichzeitig an der Einsatzstelle“, schilderte Breuer die Lage. Insgesamt seien 101 Feuerwehrleute aus Bonn und Bornheim im Einsatz gewesen. Einer von ihnen hat sich im Einsatzgeschehen leicht verletzt und musste behandelt werden. Ansonsten gab es laut Breuer allerdings keine Verletzten. Gegen 6 Uhr konnte die Feuerwehr „Feuer unter Kontrolle“ melden. Kurz nach 8 Uhr wurde die Nina-Warnung zurückgenommen. Doch erst gegen 10.30 Uhr am Dienstagvormittag war das Feuer aus.
„Als sehr aufwendig und zeitintensiv“ beschrieb Breuer auch die Nachlöscharbeiten – das Ablöschen der Glutnester. Mit dem speziellen Bagger der Feuerwehr Bonn wurde dabei das Brandgut angehoben aus der Brandstätte rausgezogen und einzeln abgelöscht.
Die Ermittlungen der Polizei stehen jetzt allerdings noch ganz am Anfang. Am Dienstag im Verlauf des Tages inspizierten die Brandermittler der Kripo Bonn die Einsatzstelle. Ermittelt wird in alle Richtungen. „Wir schließen erst einmal nichts aus, weder Brandstiftung noch einen technischen Defekt“, sagte ein Polizeisprecher.