Jugendfeuerwehr in BornheimDie Krönung für den Nachwuchs

Sie legten los „wie die Feuerwehr“: Etliche Teams zeigten eine tolle Leistung bei der Prüfung in Bornheim.
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Bornheim – 50 Jugendfeuerwehrgruppen aus dem gesamten Rhein-Sieg-Kreis sowie weiteren Städten und Gemeinden aus ganz NRW kamen nach Bornheim, um die Leistungsspanne der Deutschen Jugendfeuerwehr zu erhalten, die höchste Auszeichnung, die junge Feuerwehrfrauen und –männer in Deutschland erreichen können und die in Form einer Anstecknadel für die Uniform überreicht wird.
Gastgeber war die Freiwilligen Feuerwehr Bornheim mit Jugendfeuerwart Ingo Hemmersbach und seinen beiden Stellvertretern Sebastian Josefiak und Hans-Georg-Radermacher.
Rund um die Johann-Wallraf-Grundschule und im Franz-Farnschläder-Sportstadion absolvierten gut 350 Jugendliche Übungen und mussten sowohl ihre theoretischen als auch praktischen Kenntnisse vor 25 kritischen Schiedsrichtern unter Beweis stellen. Dabei waren nicht nur junge Leute aus den 19 Kommunen des Rhein-Sieg-Kreises mit dabei. „Vor einigen Jahren wurde das Angebot landesweit geöffnet, um möglichst vielen Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, die Leistungsspange zu erlangen“, so Patricia Wiesel, Pressesprecherin der Jugendfeuerwehren im Rhein-Sieg-Kreis. Die Gruppe mit der weitesten Anreise kam aus Bochum.
Zahlen
Die Jugendfeuerwehr im Rhein-Sieg-Kreis ist die mitgliederstärkste in ganz NRW. Ihr gehören über 1200 Aktive in insgesamt 92 Gruppen an. Betreut werden die Kinder und Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren von circa 300 Jugendfeuerwehrwarten und Helfern (fes).
Leicht zu bekommen ist die Auszeichnung nicht: „Die Jugendlichen müssen sich intensiv vorbereiten“, so Ulrich Breuer, Pressesprecher der Bornheimer Feuerwehr, „man kann auch durchfallen, doch das passiert eher selten“.
Fünf Kategorien umfasste der Wettbewerb. Dazu gehören eine feuerwehrtechnische Übung, ein theoretischer Teil über fachtechnisches Wissen und Können, Ausdauer wurde beim Staffellauf trainiert, Geschicklichkeit und Körpergewandtheit beim Kugelstoßen und auch die Schnelligkeit mussten die jungen Kameraden unter Beweis stellen, etwa indem sie auf Zeit C-Rohre und Schläuche verlegten, erläuterte Kreisjugendfeuerwehrwart André Dekleermaeker. Die Schiedsrichter beurteilten zudem das geordnete und geschlossene Auftreten der Gruppe und achteten darauf, dass der Stärkere dem Schwächeren hilft. Teilnehmen durften Jugendliche, die mindestens 15 und höchstens 18 Jahre alt sind, mindestens ein Jahr Mitglied der in der Jugendfeuerwehr sind und dort besonders engagiert und intensiv mitmachen. „Die Leistungsspange ist Krönung und Abschluss der Mitgliedschaft in der Jugendfeuerwehr“, so Dekleermaeker, der bonte, die Jugendfeuerwehren im Kreis seien immer mehr zusammengewachsen: „Man arbeitet intensiver zusammen, unterstützt sich gegenseitig, benötigt man Hilfe, fragt man bei der Nachbarkommune nach und bekommt die gewünschte Hilfe dann auch.“
