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Brutale Tat in WalberbergAnklage wegen Vergewaltigung

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Auf diesem Feldweg kurz hinter dem Umspannwerk auf Bornheimer Stadtgebiet soll sich die Tat ereignet haben.

Auf diesem Feldweg kurz hinter dem Umspannwerk auf Bornheimer Stadtgebiet soll sich die Tat ereignet haben.

Ein 26-jähriger Rumäne soll am 26. Juli vergangenen Jahres eine 46-jährige Joggerin überfallen und auf brutalste Weise vergewaltigt haben.

Ab Aschermittwoch muss sich ein 26-jähriger Rumäne wegen Vergewaltigung und Körperverletzung vor der 10. Großen Strafkammer am Bonner Landgericht verantworten. Dem Mann wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, dass er am 26. Juli vergangenen Jahres eine 46-jährige Joggerin überfallen und auf brutalste Weise vergewaltigt haben soll.

Laut Polizeimeldung vom vergangenen Sommer war die Frau an jenem Juliabend auf einem parallel zur Walberberger Straße verlaufenden Feldweg zwischen Brühl-Schwadorf und Bornheim-Walberberg auf Bornheimer Gebiet unterwegs, als sie gegen halb acht Uhr abends von einem unbekannten Radfahrer überholt wurde. Nachdem er sie passiert hatte – so heißt es nun in der Anklage der Bonner Staatsanwaltschaft – soll der Radler angehalten und die Joggerin in gebrochenem deutsch angesprochen haben. Die Frau soll versucht haben, ihre Runde fortzusetzen, der Unbekannte soll ihr aber den Weg versperrt und sie gepackt und umklammert haben.

Ihre Hilferufe quittierte der Angreifer laut Anklage mit den Worten sie solle „leise sein – sonst kaputt“. Außerdem – so nehmen die Ankläger an – soll er seinem Opfer Mund und Nase mit einer Hand so stark zugehalten haben, dass die Frau kaum Luft bekam. Zudem soll er ihr durch Gesten an seinem Hals signalisiert haben, dass er sie umbringen werde, sofern sie um Hilfe rufe oder sich wehre. Aus Angst soll sie dem Mann dann in ein Waldstück gefolgt sein, wo er sie entkleidete und brutal vergewaltigte. Nach der Tat soll der Vergewaltiger auf seinem Rad in Richtung Walberberg geflohen sein.

Die Frau ging sofort nach der Tat verletzt zur Polizei, die den Tatort sofort absperrte. Bis in die Nacht hinein verfolgten die Ermittler mit Spürhunden mögliche Spuren, auch ein Hubschrauber kam zum Einsatz. Im August vermeldete die Polizei dann einen Fahndungserfolg: Ein rumänischer Arbeiter, der nach der Tat in sein Heimatland geflohen sein soll, konnte mittels eines europäischen Haftbefehls dort festgenommen werden. Er wurde noch im August ausgeliefert und befindet sich seither in Untersuchungshaft.