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Die Prinzessin residiert im Schloss

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Bedankte sich für die ihr zuteilgewordene Ehre: Altstadtprinzessin Annika I. bei der Proklamation.

Königswinter. Mit dem Aufzug des Vorstands des Festausschusses Altstadt Karneval (FAK) startete am Samstagabend die Proklamationssitzung im ausverkauften Königswinter Hof.

Für Hanno Schmitz, der von der Großen Königswinterer Karnevalsgesellschaft (GKKG) neu in den FAK-Vorstand entsandt worden war, gab es zuerst den FAK-Orden, der ihn nun zu dem Gremium zugehörig ausweist. Sodann hieß es Abschied nehmen von den noch amtierenden Tollitäten, Michael II. und Melanie I., die jedoch krankheitsbedingt fehlte. Zusammen mit den Fidelen Freunden Postalia war der angehende Ex-Prinz einmarschiert und wurde vom Kindertanzcorps sowie der Tanzsport-Garde begleitet. Nach den Worten des Dankes für die abgelaufene Session erhielt Michael II. den Blauen Zylinder und ein Weinpräsent, das Rüdiger Theuerkauf vom FAK überreichte.

Mit dem Einmarsch der Drachenfelsgarde der GKKG nahm die Proklamationssitzung ihren Fortgang. Nachdem die jungen Tänzerinnen ihr Können gezeigt hatten, hieß es Einmarsch für die designierte Prinzessin Annika I. Anlässlich des 160-jährigen Bestehens der GKKG repräsentiert sie als Altstadtprinzessin des FAK ihren „Herzensverein“, wie sie später in ihrer ebenso wortgewandten wie lustigen Inthronisationsrede bekennen sollte. Um die Zeit bis zur Proklamation durch Bürgermeister Peter Wirtz möglichst kurzweilig zu gestalten, sorgte sie dafür, dass mit einer Polonaise die Besucher zu etwas Bewegung kamen. Sodann stattete das Stadtoberhaupt sie mit Federn, Zepter und Bürgermeisterorden aus, und Manfred Lehn, Sprecher der ehemaligen Tollitäten, legte ihr die Prinzenkette um. „Wer von uns beiden ist wohl der Boss“, fragte sie in die Runde, als sie die gemeinsame Regentschaft während der närrischen Zeit so aufteilte, dass der Bürgermeister mit seinen Leuten staubige Akten sortieren dürfe und sie auf Schloss Drachenfels residiere. Sie bedankte sich für die ihr zuteilgewordene Ehre – auch mit dem entsprechenden Bling-Bling – als Altstadtprinzessin ausgewählt worden zu sein. Ein besonderer Dank ging an ihren Onkel Andi, der den Sessionsorden entworfen hat. Zu ihrem „Jeschmölz“ gehören Janine Meurer, Lorena Tengler, Stephanie Gayko, Ina König, Britta Börnicke, Kim Krüger, Laura Becker, Lara Weiser und Carin Wandres sowie ihre Eltern Anne und Werner Stieber, die sie durch die Session hindurch begleiten werden.

Als Überraschung für die Prinzessin, ihre Trainerin, folgte ein Auftritt der Drachenfelsperlen, bevor „Kempest Finest“ den Saal rockten. „Das war unser Geschenk für die Proklamation von Annika“, sagte Guido Hoffmann, Vorsitzender der GKKG. Nach der Gratulationscour wirbelten die Powerhexen der GKKG über die Bühne und setzten einen markanten Schlusspunkt. Mit den Klängen von Patrick Reinhardt, der auch schon die Proklamation entsprechend begleitet hatte, ging es inoffiziell noch weiter im Königswinterer Hof, der sich als gute Heimstatt für die Feier präsentierte. (mmn)