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Fast-Food-Restaurant Pappsatt im amerikanischen Schulbus

„Guten Appetit“ wünscht Peter Genske, der einen amerikanischen Schulbus zum „Pappsatt“-Restaurant umgebaut hat. (Foto: Sascha Engst)

„Guten Appetit“ wünscht  Peter Genske, der einen amerikanischen Schulbus zum „Pappsatt“-Restaurant  umgebaut hat. (Foto: Sascha Engst)

Bonn – Schoolbus-Burger, hausgemachtes Ketchup und Donuts mit Schokoglasur – die Speisekarte, die an dem gelb-schwarz lackierten Schulbus an der Dottendorfer Straße hängt, lässt manchem das Wasser im Mund zusammenlaufen. „Pappsatt“ heißt nicht nur der zu einem rollenden Imbiss umgebaute amerikanische Schulbus – pappsatt sollen auch die Kunden von Gastronom Peter Genske nach dem Genuss von einem seiner selbst gemachten Burger sein. Seit Anfang Mai betreibt er auf dem Gelände des Base-Camp Hostel (In der Raste 1) seinen Imbiss auf Rädern, der in dieser Form in der Region wohl einmalig sein dürfte. „Als junger Mann wollte ich Koch werden“, erinnert sich der Röttgener. Doch seine Eltern, die in Bonn-Geislar ein Lebensmittelgeschäft betreiben, hätten ihm damals diesen Berufswunsch ausgeredet. „Das Kochen hat mich aber seit dieser Entscheidung vor 30 Jahren nie losgelassen.“ Nach einem „bewegten Berufsleben in Verwaltung und Vertrieb“ stand für den Röttgener irgendwann der Entschluss fest, seinen Traum doch noch zu verwirklichen und sein Glück mit einem Imbisswagen zu probieren. Dabei sollte es jedoch nicht irgendein Imbisswagen sein. „Die Idee mit dem Bus kam mir gemeinsam mit den Betreibern vom ,Base Camp’ und dem ,Bonnox’“, so Genske. „Auf der Suche nach einem geeigneten Fahrzeug fiel die Wahl auf diesen ehemaligen Schulbus aus Camden County, einer Schule in den USA. Dieser passt perfekt in das Konzept von ,Base Camp’ und ,Bonnox’ sowie der Umgebung. Bis zum ersten Burger war es aber noch ein sehr langer Weg. Von November bis Mai stand der ehemalige Schulbus zum Einbau der Küche bei einer Spezialfirma in Köln. „Das hat sich so lange hingezogen, weil es sich bei der Kücheneinrichtung um Einzelanfertigungen handelt. So ein Bus hat nun mal eine Menge Ecken und Kanten und einen schrägen Boden. Da war ein Höchstmaß an handwerklichem Geschick gefragt“, erklärt Genske.

Um ein hohe Qualität und Frische seiner Speisen garantieren zu können, führte er zunächst mehrere Tests mit Zulieferern aus der Region durch. Beim Fleisch fiel seine Wahl schließlich auf einen alteingesessenen Metzgerbetrieb in Bonn-Endenich, die Burger-Brötchen werden von einer Bäckerei aus Friesdorf geliefert. Das Ketchup macht Peter Genske selber – ein Geheimrezept, wie er schmunzelnd betont. Und wer mit Burgern nicht so viel anfangen kann, für den hat Peter Genske neben Salaten selbstverständlich auch den Imbiss-Klassiker schlechthin im Programm: Currywurst mit Fritten.